Buckow

Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Buckow
Bevölkerung:
1 487

Über Buckow

Buckow (Märkische Schweiz) ist eine Stadt im brandenburgischen Märkisch-Oderland. Der Kurort ist der Verwaltungssitz des Amtes Märkische Schweiz und befindet sich im Zentrum des gleichnamigen Hügelgebiets, seit 1990 Teil des Naturschutzgebietes Märkische Schweiz.

Erdkunde

Buckow liegt etwa 8 km nordwestlich von Müncheberg und 45 km östlich der Berliner Innenstadt. Die Stadt liegt in einem Gletschertrog zwischen dem Berliner Urstromtal im Südwesten und dem Oder-Tal im Nordosten, durchzogen vom Fluss Stobber mit seiner Quelle im Roten Luch-Tiefland. Der Trog besteht aus mehreren Seen, von denen der Schermützelsee westlich des Stadtzentrums der größte ist.

Überblick

Die Stadt entstand an der Stelle einer ehemaligen slawischen (wendischen) Siedlung, die nach archäologischen Funden möglicherweise Mitte des 9. Jahrhunderts entstand. Ihr Name bezieht sich auf die slawische: buk, "Buche". Das Gebiet der Märkischen Schweiz war Ende des 10. Jahrhunderts im Besitz des Fürsten Mieszko I. von Polen, das später den nordwestlichen Teil des Herzogtums Schlesien bildete. Im Jahre 1224 gewährte der Piastenherzog Heinrich I. der Bärtige den Zisterziensermönchen Lubiąż (Leubus) und Trzebnica (Trebnitz) große Stände und ließ die Ländereien mit deutschsprachigen Kolonisten besiedeln.

Ab etwa 1249/50 übernahmen die Markgrafen von Ascan in Brandenburg die Herrschaft über das Land von Lubus, zunächst mit den Fürsterzbischöfen von Magdeburg. Buchowe wurde erstmals im Jahr 1253 von Erzbischof Rudolf von Dingelstädt herausgegeben. Es ist auch im Grundbuch von Kaiser Karl IV. Von 1375 erwähnt und wird bereits in einem Kaufvertrag von 1405 als Oppidum bezeichnet.

Buckow wurde am 17. April 1432 während eines hussitischen Feldzugs zerstört. Das Haus von Hohenzollern, Kurfürst Friedrich II. Von Brandenburg, verleiht den Bauern im Jahr 1465 die Marktrechte. In der frühen Neuzeit entwickelte sich Buckow zu einem Zentrum des Hopfenanbaus und -brauens. Die Stadtrechte wurden 1550 offiziell bestätigt.

Im 17. Jahrhundert befanden sich die Stände im Besitz der Pfueler Adelsfamilie. 1688 erwarb der brandenburgische Feldmarschall Heino Heinrich von Flemming das barocke Schloss Buckow, das nach Plänen im neoklassizistischen Stil des 19. Jahrhunderts neu errichtet wurde von Karl Friedrich Schinkel, wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1948 abgerissen. Die erweiterten englischen Landschaftsgärten sind erhalten geblieben.

Mit der Eröffnung des preußischen Ostbahnhofs im benachbarten Müncheberg im Jahr 1865, gefolgt von einer direkten Schmalspurbahnverbindung nach Buckow im Jahr 1897, wurde die Stadt aufgrund ihrer malerischen Umgebung zu einem beliebten Ziel für Tagestouristen aus Berlin und mehreren wohlhabenden Familien Sommerhäuschen errichtet. Der Schriftsteller Egon Kisch verbrachte hier Ferien wie der Künstler John Heartfield. Ab 1952 hatten Bertolt Brecht und Helene Weigel ihre Sommerresidenz in Buckow, wo Brecht seine Buckow-Elegien als Antwort auf den Aufstand von 1953 in der DDR schrieb. Die Villa ist heute eine Gedenkstätte und ein Ort zum Lesen.

Politik

Sitze in der Stadtverordnetenversammlung ab den Kommunalwahlen 2014:

Christdemokratische Union (CDU): 4

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): 3

Die Linke: 2

Pro Zukunft (Independent): 1

Demographie

Internationale Beziehungen

Buckow ist verbunden mit:

Brilon, Deutschland

Łagów, Świebodzin, Polen

Adare (Áth Dara), Irland

Persönlichkeiten

Theodor Fontane (1819-1898), Autor, schrieb in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg in Band 2 "Das Oderland" über Buckow

Der Schriftsteller Bertolt Brecht (1898-1956) lebte 1952-1956 in Buckow

Helene Weigel (1900-1971), Schauspielerin, lebte 1952-1971 in Buckow

Ralf Dahrendorf (1929–2009), Soziologe und Politiker, besuchte von 1941 bis 1944 ein Internat in Buckow

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Buckow

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