Burg Stargard

Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Burg Stargard
Bevölkerung:
4 961

Über Burg Stargard

Stargard Castle ist das nördlichste erhaltene Hill Castle in Deutschland. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert, auf einem 90 m hohen Hügel, und die gleichnamige Kleinstadt im Tal liegen einige Kilometer südöstlich von Neubrandenburg im nordöstlichen deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Der Komplex besteht aus einem äußeren und einem inneren Vorhof mit elf erhaltenen Gebäuden. Der imposante Burgfried ist das Wahrzeichen der Stadt.

Geschichte

Der Burgberg wurde bereits vor 3000 v. Chr. Besiedelt. Als slawische Stämme während der Völkerwanderungszeit in das Gebiet vordrangen, stießen sie auf Überreste einer alten Festung oder Siedlung und nannten sie den Ort Stari Gard (Pomeranian: alte Burg).

Seit dem 12. Jahrhundert wurde das Gebiet von christlichen deutschen Fürsten erobert und besiedelt. Im Jahre 1237 trat Herzog Wartislaw III. Von Pommern das so genannte "Land von Stargard" (lat .: terra stargardiensis) durch den Vertrag von Kremmen an die Markgrafen von Ascan in Brandenburg, Johannes I. und Otto III., Ab. Unter ihrem Auftrag wurde der größte Teil der heutigen Burg zwischen 1240 und 1270 zum Schutz ihrer nördlichsten Gebiete errichtet. Der Weiler Stargard erhielt seine Stadtprivilegien von Markgraf Otto III. Im Jahr 1259. Im Jahr 1292 wurde die Herrschaft von Stargard durch die Heirat von Markgraf Alberts Tochter Beatrix mit Prinz Heinrich II. Von Mecklenburg als Herzogstum an Mecklenburg abgetreten und blieb in dieser Region seitdem.

Nach einer der vielen mecklenburgischen Teilungen wurde Stargard Castle 1352 zur Residenz von Herzog Johann I. von Mecklenburg-Stargard. Nachdem die Stargard-Linie 1471 ausgestorben war, wurde ihr Herzogtum wieder mit dem Rest des Landes vereinigt. In der Regierungszeit von Albert VII. Wurde das Schloss 1520 erheblich verändert und erweitert, z. Das Torhaus wurde in eine Kapelle umgebaut.

Während des Dreißigjährigen Krieges diente Stargard während der Belagerung und Einnahme der nahegelegenen Stadt Neubrandenburg als Hauptquartier von General Tilly, wurde jedoch selbst in dieser Zeit schwer beschädigt. 1646 wurde der Bergfried vom Blitz getroffen und ausgebrannt. Selbst nachdem es 1701 Teil des neu gegründeten Herzogtums Mecklenburg-Strelitz geworden war, blieb das Schloss, wie schon seit Jahrhunderten, Sitz des Amtsrichters. Die letzte Hexenjagd in Mecklenburg, wenn nicht die letzte in Norddeutschland, fand hier 1726 statt. Ein bedeutender Teil des Komplexes, das Crooked House, in dem die Amtssitze des Magistrats untergebracht waren, brannte 1919 ab.

Nach dem zerstörungsfreien Überleben des Zweiten Weltkriegs wurden die Räumlichkeiten des Schlosses bis 1963 zu Bildungszwecken genutzt, dann bis 1990 als Jugendherberge. Nach der Wiedervereinigung wurde der gesamte Komplex gründlich restauriert. Es wurde ein Museum eingerichtet, das von einer christlichen Wohlfahrtsorganisation betrieben wird. Heute wird es auch für kulturelle Veranstaltungen und Hochzeiten in der restaurierten Schlosskapelle genutzt.

Lokal

Stargard Castle besteht aus einem äußeren und einem inneren Vorhof mit insgesamt elf Gebäuden. Sowohl der innere, ungefähr ovalförmige als auch der äußere, sind von einem Wassergraben umgeben. Der Bergfried ist weithin bekannt als Wahrzeichen der Stadt. Alle Gebäude wurden aus Backstein gebaut, was die große Bedeutung der Burg im Mittelalter belegt.

Das Schloss und der Park können kostenlos besichtigt werden. Das Museum (das auch als Stadtmuseum dient) und der Aufstieg zum Turm des Bergfrieds sind kostenpflichtig.

Die Festung

Der Bergfried wurde ca. gebaut. 1245 auf einem Fundament unberechenbarer Felsbrocken. Die Wände sind im unteren Teil mehr als 4 m dick und haben einen Umfang von 27 m. Die Einfahrt befindet sich 9 m über dem Boden und wurde über eine überdachte Holztreppe (heute eine einfache aus Metall) erreicht. Der Dungeon liegt 13 m unterhalb der Einfahrt, d. H. Auch unterhalb der Hofebene. Über dem Dungeon befanden sich früher drei Turmzimmer.

Die Festung brannte 1647 durch einen Blitzeinschlag aus. Großherzog George betraute FW Buttel, einen Schüler des preußischen klassizistischen Architekten Schinkel, von 1821 bis 1823 zu einem Aussichtsturm. Der Turm ist 38 m hoch , einschließlich seiner 9 m hohen Kappe. Bei günstigen Bedingungen bietet es bis zu 30 km Rundumsicht, sogar bis zu den Windmühlen von Woldegk. Der Turm wurde 1966 restauriert.

Das krumme Haus

Der große Gebäudekomplex (Krummes Haus) im Innenhof beherbergte traditionell die Büros des Magistrats. Es brannte am 18. Dezember 1919 wegen Brandstiftung vollständig nieder. Es ist bis heute eine Ruine geblieben, obwohl ein Teil davon für die Ausrichtung kultureller Veranstaltungen in den 1990er Jahren ein vorläufiges Dach und Boden erhielt.

Die Kapelle (ehemaliges Oberes Tor)

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Stargard_Castle