Burgebrach, Markt

Landkreis Bamberg, Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Burgebrach, Markt
Bevölkerung:
6 508

Über Burgebrach, Markt

Burgebrach ist eine Marktgemeinde im oberfränkischen Bamberg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Burgebrach.

Erdkunde

Burgebrach soll das östliche Tor zum Steigerwald sein, wo der Mittlere Ebrach in die Rauhe Ebrach mündet. Es befindet sich in der Bundesstraße 22 auf halbem Weg zwischen Bamberg und Ebrach.

Nachbargemeinden

Lisberg, Stegaurach, Frensdorf, Pommersfelden, Mühlhausen (Erlangen-Höchstadt), Schlüsselfeld, Burgwindheim, Schönbrunn im Steigerwald und Walsdorf grenzen alle an Burgebrach.

Konstituierende Gemeinschaften

Burgebrachs Haupt- und Namenszentrum ist mit 3.316 Einwohnern das mit Abstand größte seiner Ortsteile. Die Marktgemeinde verfügt außerdem über diese abgelegenen Zentren, die jeweils mit einer eigenen Bevölkerungszahl angegeben sind:

Geschichte

Der erste bekannte Name für diesen Ort war Urbs Ebraha im Jahre 1023. Kaiser Heinrich II. Schenkte ihn dem Bistum Würzburg, das es an das Hochkloster Bamberg verkaufte. Burgebrach war die ursprüngliche Gemeinde für mehr als 40 abgelegene Orte. Es wurde am 21. August 1472 vom Bamberger Bischof Georg von Schaumburg mit Marktrechten versehen.

Auf Wunsch des Bischofs mussten 1499 drei Wehrtürme errichtet werden, für die der Bischof die Marktgemeinde von der Steuer befreite. Mauern waren überflüssig, denn die sumpfigen Wiesen und die beiden Arme des Ebrach hatten die Angriffe der Feinde längst vereitelt. So wurde Burgebrach der Wut der hussitischen und deutschen Bauernkriege erspart. Erst 1550 wurde es vom berüchtigten Markgrafen Albrecht Alkibiades besetzt und am 16. Februar 1632 im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden geplündert und geplündert. Im Jahre 1706 wurde von den Franzosen viel Geld und Güter aus den Städten vertrieben.

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört die Gemeinde nicht mehr zum Hochkloster Bamberg, sondern eher zu Bayern.

Burgebrach hatte einst jüdische Einwohner, denen eine Synagoge und eine Mikwe zur Verfügung standen. Ersteres wurde zu einem Zuhause umgebaut, während letzteres, ein rituelles Bad, heutzutage als Garage genutzt wird. Die Toten wurden in Walsdorf begraben.

Bevölkerungsentwicklung

Innerhalb der Stadtgrenzen wurden 1970 4.761 Einwohner gezählt, 1987 wurden 5.037, 6.212 im Jahr 2000 und 6479 Einwohner im Jahr 2006 gezählt. 2007 waren es 6.438.

Politik

Bürgermeister ist seit 1990 Georg Bogensperger (CSU).

Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern, die hier nach Partei- oder Wählergemeinschaftszugehörigkeit aufgeführt sind, und auch die Anzahl der Sitze, die jeweils besetzt sind, sowie den Prozentsatz der erhaltenen Stimmen:

CSU 7 (33,6%)

Überparteiliche Christliche Wählergemeinschaft 4 (17,9%)

Wählergemeinschaft Oberer Grund 3 (13,7%)

AG Oberköst-Hirschbrunn-Treppendorf 2 (8,9%)

Ampferbach-Dietendorfer Liste 1 (8,9%)

Christliche Wählergemeinschaft Stappenbach 1 (5,2%)

Wählergemeinschaft Unterneuses 1 (4,8%)

Wählergemeinschaft Grasmannsdorf 1 (4,7%)

Im Jahr 1999 beliefen sich die in Euro umgerechneten kommunalen Steuereinnahmen auf 2.610 Tsd. €, davon entfielen 774 Tsd. € auf Gewerbesteuern.

Städtepartnerschaft

Mit der Gemeinde Kapsweyer in Rheinland-Pfalz besteht eine Partnerschaftsvereinbarung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gebäude

Die St.-Veits-Pfarrkirche mit gotischen und barocken Elementen ist seit 1154 Zeuge. Mit dem Bau des Turms wurde im 13. Jahrhundert begonnen. Rechts im Chorraum stehen Figuren der Veit-Stoss-Schule derer, die das Bistum Bamberg gestiftet haben: Kaiser Heinrich und seine Frau Kunigunde.

Auf dem Kirchplatz steht eine Ölberggruppe in einem sechseckigen Sandsteingehäuse mit Rippengewölbe, dem Maßwerk und einer außermittigen Kuppel zugewandt.

Das Pfarrhaus war einst der Fürstbischöfliche Jagdpalast und wurde 1909 im Stil der Neorenaissance umgestaltet.

Von den Festungsanlagen der Stadt ist noch das Obere Tor erhalten (Torhaus von 1720), in dem sich heute das Rathaus mit dem Verwaltungsgebäude befindet.

Windeckruinen in Ampferbach

Ehemaliges Amtsgericht / Bezirkskrankenhaus, jetzt Gemeindezentrum.

Bildstöcke

Bildstock an der Brücke, bekannt als Beichtenmarter oder Luthermarter. Außerhalb der ehemaligen Torfbefestigung steht heute ein Lappen des Messegeländes, Feld Nr. 728, der Beichtenmarter, und nicht viel weiter ist der Galgenberg - der Galgenberg.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Burgebrach