Burgwindheim, Markt

Landkreis Bamberg, Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Burgwindheim, Markt
Bevölkerung:
1 314

Über Burgwindheim, Markt

Burgwindheim ist eine Gemeinde mit Marktrechten im Westen des oberfränkischen Landkreises Bamberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ebrach.

Erdkunde

Burgwindheim liegt west-südwestlich von Bamberg im Steigerwald. Es befindet sich zwischen Ebrach im Westen und Burgebrach im Osten am Mittlere Ebrach.

Geschichte

Die Bedeutung des Namens ist unklar. Könnte es etwas mit einem frühen Siedler namens "Wind" zu tun haben, oder gibt die Wendische Vergangenheit der Gemeinde den Namen? Der springende Windhund (ein wendisches Symbol) im Wappen könnte einen Hinweis geben.

Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde fand im Jahr 1140 statt. Man nimmt an, dass sie zur Zeit der fränkischen Landnahme besiedelt war.

1278 vermachte der Ritter Ludewig von Windeheim das Zisterzienserkloster in Ebrach.

Im Jahre 1363 erhielt Burgwindheim von Kaiser Karl IV. Marktrechte und ist damit der älteste Markt im Steigerwald.

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört die Gemeinde zu Bayern. Direkte kaiserliche Autorität über das Kloster Ebrach wurde erst nach der Säkularisierung anerkannt, so dass sein Eigentum im Gegensatz zum Besitz des Würzburger Hochklosters niemals vorübergehend an den Erzherzog Ferdinand von Toskana ging, sondern bei Bayern blieb.

Im Zuge der Verwaltungsreform wurden die Gemeinden Kötsch, Untersteinach und Unterweiler 1972 mit Burgwindheim zusammengelegt. Die zehn oder elf konstituierenden Gemeinden sind hier mit ihren Bevölkerungszahlen aufgeführt:

Burgwindheim 799

Kappel 65

Kehlingsdorf 48

Kötsch 101

Mendenmühle 2 (demografisch im Rahmen von Untersteinach gezählt)

Mittelsteinach 88

Obersteinach 7

Oberweiler 68

Schrappach 55

Untersteinach 127 (mit Mendenmühle)

Unterweiler 60

Die Gemeinde hat auch vier traditionelle ländliche Landeinheiten, bekannt als Gemarkungen, Kötsch, Untersteinach, Unterweiler und Burgwindheim, die denselben Namen wie vier der konstituierenden Gemeinden haben (es ist traditionell, dass eine Gemarkung nach einer Stadt oder einem Dorf liegend benannt wird in der Nähe).

Bevölkerungsentwicklung

Innerhalb der Stadtgrenzen wurden 1970 1.375 Einwohner gezählt, 1987 1.350 und 1.445 1.445. 2007 waren es 1.423.

Politik

Bürgermeister ist Heinrich Thaler (CSU). 2002 wurde er Nachfolger von Erhard Werner (CUW).

Der Gemeinderat besteht aus 12 Mitgliedern, die hier nach Partei- oder Wählergemeinschaftszugehörigkeit aufgeführt sind, und auch die Anzahl der Sitze, die jeweils besetzt sind:

CSU 6

Christlich Unabhängige Wählergemeinschaft 4

Bürgerblock 2

Im Jahr 1999 beliefen sich die in Euro umgerechneten kommunalen Steuereinnahmen auf 616 Tsd. €, davon entfielen 157 Tsd. € auf Gewerbesteuern.

Wappen

Burgwindheims Arme könnten heraldisch so beschrieben werden: Argent ein Greyhound auffallender Zobel gekrönt oder mit einem Halsband desselben.

Wirtschaft und Infrastruktur

Offiziellen Statistiken zufolge waren im Jahr 1998 616 Arbeitnehmer im Sozialversicherungsbeitrag in produzierenden Unternehmen tätig, im Handel und im Verkehr dagegen keine. In anderen Bereichen waren 45 Arbeitnehmer im Sozialversicherungsbeitrag beschäftigt, und 461 dieser Arbeitnehmer arbeiteten von zu Hause aus. In verarbeitenden Betrieben gab es ein Unternehmen, in Bau zwei, und 1999 gab es 64 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Arbeitsfläche von 1 404 ha, von denen 914 ha Ackerland und 489 ha Wiesenland waren.

Bildung

In Burgwindheim gab es 1999 folgende Einrichtungen:

50 Kindergartenplätze mit 53 Kindern

Grundschule mit 6 Lehrern und 144 Schülern

Das Wunder der Hostie

Ein Wunder, das 1465 bei der Fronleichnamsprozession stattfand, machte Burgwindheim zu einem Pilgerort.

Die Monstranz geschah auf einem Altar „ohne Hilfe von außen und ohne den Einfluss des Windes“. Das Wirtsbrot fiel zu Boden. Der Priester konnte es trotz aller Kraft nicht vom Boden befreien. Ein Holzschuppen wurde gebaut, um das Brot zu überwachen. Das Kloster in Ebrach bereitete sich in einem achttägigen Gebet darauf vor, das Brot wieder hochzuheben. Es wurde verwaltet, und der Abt von Ebrach brachte die Hostie wieder in die Pfarrkirche. Die Veranstaltung wurde als Wunder betrachtet und erst zwei Jahre später entstand eine Kapelle zum „Heiligen Blut“. Die Zahl der Pilger stieg an, als 1625 eine Quelle aufkam, die bald als Wunder bezeichnet wurde.

Burgwindheim in der populären Kultur

Burgwindheim wird zusammen mit einer anderen Gemeinde im Stadtteil Bamberg - Gundelsheim - in einem Gedicht mit dem Titel A Poem erwähnt, dessen Urheberschaft unklar ist. Es ist jedoch wahrscheinlich von Terry Jones oder Michael Palin, da es in einem Buch erscheint, das sie zusammen geschrieben haben, Bert Feggs Nasty Book für Jungen und Mädchen. Das Gedicht selbst verwendet nur einen Reim, und die Namen beider Gemeinschaften passen genau in den Reim.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Burgwindheim