Crimmitschau

Zwickau, Sachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Kreis:
Gemeinde:
Crimmitschau
Bevölkerung:
19 622

Über Crimmitschau

Crimmitschau (deutsch Aussprache: [wickkʁɪmɪtʃa a]) ist eine Stadt im Landkreis Zwickau im Freistaat Sachsen.

Erdkunde

Crimmitschau liegt an der Pleiße im nördlichen Vorgebirge des Erzgebirges.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind: Zwickau, Dennheritz, Neukirchen, Meerane und Langenbernsdorf im Landkreis Zwickau; Heyersdorf, Jonaswalde, Ponitz und Thonhausen im thüringischen Landkreis Altenburger Land; sowie Braunichswalde, Rückersdorf und Seelingstädt in Thüringen im Landkreis Greiz.

Stadtunterteilungen

Zu den Crimmitschau-Unterabteilungen gehören Rudelswalde, Lauenhain, Langenreinsdorf, Mannichswalde, Frankenhausen, Wahlen, Gösau, Gosel, Gablenz, Blankenhain, Großpillingsdorf und Harthau.

Geschichte

Im Zuge der deutschen Osterweiterung wurden die Stadt Crimmitschau und eine gleichnamige Burg (heute Schweinsburg) von 1170 bis 1200 als organisierte deutsche Kolonie gegründet. Die Existenz der Siedlung wurde erstmals 1212 dokumentiert. 1414 erhielt Crimmitschau die Stadtprivilegien von Markgraf Wilhelm II.

Am 15. März 1844 wurde Crimmitschau an das deutsche Schienennetz angeschlossen (an der später nach Bayern verlängerten Bahnstrecke Leipzig – Hof). Die heutige Station wurde 1873 eröffnet

Um die Jahrhundertwende war Crimmitschau Schauplatz einer großen konzentrierten Textilindustrie und wurde "Stadt der 100 Schornsteine" (Stadt der 100 Schornsteine) genannt.

Vom 22. August 1903 bis zum 18. Januar 1904 war es der Ort eines der größten und längsten Streiks im Deutschen Reich, von dem die gesamte Nation betroffen war.

Im Jahr 1944 wurde ein Teil der Crimmitschau von Alliierten bombardiert.

Ende der achtziger Jahre wurde ein großer Teil der alten und inneren Städte abgerissen und durch Betonfertigteile ersetzt. Ähnliche Pläne bestanden für den südlichen Vorort, wurden jedoch nach dem Regimewechsel 1990 nicht umgesetzt.

Population

Religion

Obwohl fast 50 Prozent der Menschen in der Region Crimmitschau Atheisten sind, gibt es einige protestantische und sogar eine katholische Gemeinde, die zur Diözese Dresden-Meißen gehört.

Die wichtigsten Kirchen sind: St. Laurentius-Kirche, Johanniskirche und die Lutherkirche.

Internationale Beziehungen

Crimmitschau hat eine Partnerschaft mit:

Wiehl, Nordrhein-Westfalen

Bystřice nad Perštejnem, Tschechische Republik

Omaha, Nebraska

Museen

Westsächsisches Textilmuseum in einer voll funktionsfähigen Textilfabrik, ehemals "Gebrüder Pfau KG" genannt

Das Landwirtschafts- und Freilichtmuseum von Schloss Blankenhain

Gebäude

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Rathaus, die spätgotische Pfarrkirche Saint Larentus (1513) mit Stern- und Kreuzrippenbögen, ein ehemaliges Zisterzienserkloster (gegründet um 1290) im Stadtteil Frankenhausen und das Freilichtmuseum Blankenhain im gleichnamigen Schloss.

Musik

Helmut Bräutigam, Komponist

Parks

Der in der Vorkriegszeit erbaute Zöffelpark, benannt nach Emil Oskar Zöffel, einem bedeutenden Textilhersteller und Philanthrop in der Geschichte der Stadt.

Der Bismarck-Hain, ein ehemaliger Friedhof, benannt nach Reichskanzler Otto von Bismarck. Dieser Park war zu DDR-Zeiten als Friedenspark bekannt.

Der Sahnpark, nördlich der Innenstadt gelegen, ist der größte Park in Crimmitschau und beherbergt ein altes Freibad, einen Tierpark und das Stadion des ETC Crimmitschau.

Sport

Crimmitschau hat einen bekannten Eishockeyverein, die ETC Crimmitschau, die in der zweithöchsten deutschen Liga spielt. Die Stadt hat auch eine Fußballmannschaft, den FC Crimmitschau und eine American Football-Mannschaft, die Tornados Crimmitschau.

Geschäft und Infrastruktur

Crimmitschau liegt direkt an der Autobahn A4 und ist über die Ausfahrten Schmölln und Meerane erreichbar.

Die Deutsche Bahn AG bietet Verbindungen vom Bahnhof Crimmitschau nach Zwickau, Leipzig, Hof.

Bildung

Es gibt 3 Grundschulen, zwei Mittelschulen, ein Gymnasium und eine Förderschule in Crimmitschau:

Käthe-Kollwitz-Grundschule

Grundschule Frankenhausen

Grundschule Blankenhain

Käthe-Kollwitz-Mittelschule

Mittelschule Sahnschule

Julius-Motteler-Gymnasium

Förderschule Lindenschule

Bemerkenswerte Bewohner

1838 - Julius Motteler (gestorben 1907), Reichstagsabgeordneter, Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

1840 - Adolf Paul Schulze (1840-1891) emigrierte nach Schottland und wurde erfolgreicher Kaufmann und bekannter Mikroskopiker

1909 - Heinrich Mauersberger (gest. 1982 in Bestensee), Ingenieur und Erfinder der Textilindustrie.

1925 - Gerhard Zwerenz (gestorben 2015), Schriftsteller und ehemaliger Abgeordneter des Bundestages

1937 - Peter Graf, Maler

1942 - Wolf-Dieter Storl, Ethnobotaniker, Autor

1954 - Klaus Gruner, Handballspieler, Olympiasieger 1980

1955 - Udo Kießling, Eishockeyspieler

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Crimmitschau