Cuxhaven

Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Cuxhaven
Bevölkerung:
48 657

Über Cuxhaven

Cuxhaven (deutsche Aussprache: [k seatksuxhaːfən]) ist eine unabhängige Stadt und Sitz des Bezirks Cuxhaven in Niedersachsen. Die Stadt umfasst den nördlichsten Punkt Niedersachsens. Es liegt am Ufer der Nordsee an der Mündung der Elbe. Cuxhaven hat eine Grundfläche von 14 Kilometern (Ost-West) durch 7 km (4 Meilen) (Nord-Süd). Die Stadtteile Duhnen, Döse und Sahlenburg sind besonders beliebte Urlaubsorte an der Nordsee und beherbergen etwa 52.000 Einwohner.

In Cuxhaven gibt es bis 2008 einen wichtigen Anlegeplatz für Fischer und Schiffe für Hamburg sowie den Nord-Ostsee-Kanal. Auch der Tourismus ist von großer Bedeutung. Die Stadt und ihr Vorläufer Ritzebüttel gehörten vom 13. Jahrhundert bis 1937 zu Hamburg. Die Insel Neuwerk, ein Hamburger Stadtteil, liegt nordwestlich von Cuxhaven in der Nordsee. Das Symbol der Stadt, die Kugelbake, ist ein Leuchtturm, der einst als Leuchtturm diente. Das hölzerne Wahrzeichen an der Elbmündung markiert die Grenze zwischen Fluss und Nordsee und ziert auch das Wappen der Stadt.

Geschichte

Ritzebüttel, heute ein Teil Cuxhavens, gehörte dem Land Hadeln an, zunächst einer Exklave des jüngeren Herzogtums Sachsen und nach seiner de-facto-dynastischen Teilung 1296 des Herzogtums Sachsen-Lauenburg, das 1260 de jure gegründet wurde Die Stadt Hamburg eroberte die Festung Ritzebüttel und machte sie zum Schutz der Mündung der Elbe, die diese Stadt mit dem offenen Meer verbindet.

Die Hamburg America Line errichtete 1900 in Cuxhaven ein großes Seeschiffsterminal. Durch eine eigene Eisenbahnlinie und einen Bahnhof direkt an Hamburg angebunden, diente es deutschen und europäischen Auswanderern als Hauptabfahrtsort, bis 1969 die Fahrt mit dem Hochseeschiff eingestellt wurde. Die reich verzierte Versammlungshalle und die dazugehörigen Gebäude überlebten die Kriegsschäden und den Abriss in Friedenszeiten, die 1998 als Museum und Kreuzfahrtterminal restauriert werden sollten.

Am 15. März 1907 erhielt Cuxhaven den Status einer Stadt innerhalb des Bundeslandes Hamburg. 1937 wurde Cuxhaven durch das Greater Hamburg Act zu einem Stadtteil der Region Stade in der preußischen Provinz Hannover. 1972 wurden einige Gemeinden des benachbarten Landbezirks Hadeln in den Stadtbezirk Cuxhaven eingegliedert. 1977 verlor Cuxhaven den Status eines Stadtviertels und wurde in den neuen Landkreis Cuxhaven als Hauptstadt integriert.

Während des Ersten Weltkrieges war die Nordholz Airbase mit ihren Luftschiffhangars in der Nähe von Nordholz südlich von Cuxhaven eine der großen deutschen Marine-Luftschiffstationen. Am Weihnachtstag 1914 wurde es von der Royal Navy in der Cuxhavener Schlacht angegriffen.

Zwischen 1945 und 1964 wurden verschiedene Experimente in der Raketentechnik in der Nähe von Cuxhaven durchgeführt.

Tourismus

Die Ursprünge des Tourismus reichen bis in das Jahr 1816 zurück, als in Cuxhaven ein Badeort gegründet wurde. Cuxhaven ist seit 1964 ein staatlich anerkannter Seeheilbad und Zentrum der sogenannten Ferienregion Cuxland.

Geografischer und kultureller Hintergrund

Die Stadt ist vom Bahnhof Cuxhaven aus erreichbar.

Die Insel Neuwerk liegt 8 Kilometer vor der Küste von Cuxhaven. Bei Ebbe zieht sich das Wasser so weit von der Küste zurück, dass die Insel entweder durch Wattwanderungen oder mit der Pferdekutsche erreicht werden kann.

Ein modernes Wahrzeichen von Cuxhaven ist der Friedrich-Clemens-Gerke-Turm, ein aus Beton gebauter Fernmeldeturm, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Es ist nicht wirklich ein Wahrzeichen, denn viele Städte in Deutschland haben einen ähnlichen Turm.

Das U-Boot U 1407 mit hohem Testperoxid (HTP) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Cuxhaven versenkt und von den Briten als HMS Meteorit in Auftrag gegeben. Es war der Katalysator für eine Reihe von in Deutschland hergestellten luftunabhängigen U-Booten wie das U-Boot Typ 212 und das U-Boot Typ 214.

Partnerstädte und Partnerstädte

Bemerkenswerte Bewohner

Carsten Niebuhr (1733–1815), deutscher Mathematiker, Kartograph und Entdecker der Arabischen Halbinsel im Dienste Dänemarks

Joachim Ringelnatz (1883–1934), deutscher Dichter, Kabarettist und Maler. Seit 2002 beherbergt die Stadt das von der Roachim Ringelnatz-Stiftung geführte Joachim Ringelnatz-Museum.

Curt Rothenberger (1896–1959), Rechtsanwalt und Nationalsozialist

Rainer Feist (1945–2007), Admiral, stellvertretender Oberbefehlshaber der NATO - HQ

Jochen Fraatz (* 1963), Handballspieler, Mitglied der deutschen Handball-Nationalmannschaft

Gunnar Sauer (* 1964), professioneller Fußballspieler

Volker Neumüller (* 1969), Musikmanager und ehemaliges DSDS-Jury-Mitglied

Lena Petermann (* 1994), Fußballspielerin

Dylan Travis (* 1993), professioneller Basketballspieler

Siehe auch

Raketenexperimente in der Gegend von Cuxhaven

Operation Backfire

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Cuxhaven