Dautphetal

Landkreis Marburg-Biedenkopf, Regierungsbezirk Gießen, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Dautphetal
Bevölkerung:
11 601

Über Dautphetal

Dautphetal ist eine Gemeinde in Hessen, Deutschland, und gehört zu den sechs größeren Gemeinden der 22 Gemeinden im Bezirk Marburg-Biedenkopf.

Erdkunde

Die Gemeinde liegt im westlichen Teil des Landkreises ca. 37 km östlich von Siegen und ca. 15 km westlich von Marburg im oberen Lahntal. Es ist durch das Paläozoikum Rheinisches Schiefergebirge charakterisiert. Tatsächlich treffen die Ausläufer dieses Gebirges aus dem Westen auf die Westerwalds aus dem Süden und die Rothaargebirge aus dem Norden. Historisch gesehen gehört Dautphetal zum sogenannten Hessischen Hinterland.

Geologie

Da die Gemeinde in der Region des Rheinmassivs zu finden ist, können hier Gesteine aus dem Paläozoikum gefunden werden. In Dautphetal gehören zu den häufigsten Mineralien Grauwacke, Diabasen, Quarzite und Lehm, der durch Verwitterung von Schiefer und Diabasis, aber auch teilweise aus Kalkstein erzeugt wird.

Die geologische Zone ist im Umweltatlas Hessen als Dill-Mulde bekannt .

Neben dem hier vorkommenden Kupfererz gibt es im Stadtgebiet auch Vorkommen von Mangan und Eisenerz.

Natürliche Regionen

Das Gemeindegebiet von Dautphetals wird im deutschen System der natürlichen Regionen wie folgt klassifiziert:

Das Sackpfeifenvorland (mit Wollenberg) (Naturgebiet 332.0) im nördlichen Oberen Lahntal (Oberes Lahntal) fällt unter die Haupteinheit Ostsauerländer-Gebirgsrand. Das Naturgebiet des Oberen Lahntals, 320.2, Bottenhorner Hochflächen, 320.01 sowie das Damshausengebirge (Damshäuser Kuppen, 320.10) gehören zum Gladenbacher Hochland (Gladenbacher Bergland). Der höchste Berg in diesem Gebiet ist der Nimerich (533 m ü. NN) nordwestlich der konstituierenden Gemeinde Dautphe. Der niedrigste Punkt der Gegend befindet sich an der Lahn in Elmshausen, wo sich 225 m über dem Meeresspiegel befinden. Östlich des Gemeindegebiets der Gemeinde Damshausen liegt der Rimberg (498 m ü.dM).

Klima

Das Dautphetal-Gebiet hat ein warmes gemäßigtes Regenklima, das in der nördlichen gemäßigten Zone der mittleren Breiten liegt. Die durchschnittliche Tagestemperatur im Sommer beträgt etwa 15-16 ° C (im Lahntal etwa 16-17 ° C) und im Winter etwa -1 ° C bis 1 ° C. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt in Dautphetal etwa 800–1000 mm und in der Gegend von Buchenau und Elmshausen etwa 700–800 mm.

Wasserstraßen

Die größte fließende Wasserstraße in Dautphetal ist die Lahn. Dieser fließt durch den nördlichen Teil des Stadtgebiets von West nach Ost. Der kleinere Fluss Dautphe mündet, wie alle kleineren Bäche im Stadtgebiet früher oder später, in die Lahn.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn von Norden aus sind die folgenden Gemeinden Dautphetals Nachbarn:

Die Städte Biedenkopf und Wetter (Hessen), die Gemeinden Lahntal, die Städte Marburg und Gladenbach, die Gemeinden Bad Endbach und Steffenberg sowie die Gemeinde Breidenbach. Alle diese Gemeinden liegen ebenfalls im Stadtteil Marburg-Biedenkopf.

Darüber hinaus können andere Zentren genannt werden, wie die ehemalige Gruppe der Gehöfte von Mornshausen, die als Die Amelose bekannt ist, und die beiden ehemaligen Eisenerzhütten Carlshütte (Teil von Buchenau) und Wilhelmshütte (Teil von Dautphe).

Die konstituierenden Gemeinden Dautphe, Friedensdorf und Wilhelmshütte bilden mit über 4.000 Einwohnern den Kern der Großgemeinschaft, die durch entsprechende Stadtplanung zustande kam.

Geschichte

Die Geschichte der größeren Gemeinschaft von Dautphetal ist noch nicht sehr lang. Sie wurde erst 1974 mit der Gemeindereform ins Leben gerufen, nachdem sie zuvor 12 unabhängige Dörfer gewesen war, bis der hessische Landtag neue Gemeindeabteilungen erlassen hatte. Dies fand nicht unbedingt die Zustimmung aller. Seitdem haben einige der mit der Reform zusammengeschlossenen Gemeinschaften eine Art "lokaler Patriotismus" zugunsten der alten Gemeinschaften erlebt.

Konstituierende Gemeinschaften

Dautphetals Gemeindegebiet ist in 12 Ortsteile gegliedert.

Lineale

Aus Funden ist zu vermuten, dass das Gebiet, in dem sich die heutige Gemeinde Dautphetal befindet, bereits in der Antike besiedelt war, wie Ringwallreste wie der Rimberg oder das Hünstein (ein Megalithdenkmal) bezeugen. Die erste Erwähnung war jedoch die Benennung eines Mark Dautphe im Jahre 791. Diese Gemeinde ist daher der älteste dokumentierte Ort in der Großgemeinschaft. Es war schon früh auf dem Gelände des Zentgerichts, dem Amtsgericht unter den örtlichen Grafen. Es war das niedrigste Gericht, aber es hatte die Dörfer Allendorf, Buchenau, Damshausen, Dautphe, Elmshausen, Friedensdorf, Holzhausen, Hommertshausen, Mornshausen, Silberg und Wolfgruben (heute Dautphetal) sowie Eckelshausen, Kombach, Katzenbach, Dexbach und Engelbach (heute in Biedenkopf).

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Dautphetal