Dietzenbach, Kreisstadt

Landkreis Offenbach, Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Dietzenbach, Kreisstadt
Bevölkerung:
32 477

Über Dietzenbach, Kreisstadt

Dietzenbach ist der Sitz des Landkreises Offenbach im Regierungsbezirk Darmstadt in Hessen und liegt etwa 12 km südöstlich von Frankfurt am Main am Fluss Bieber. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die heutige Stadt ein Bauerndorf mit nicht ganz 4.000 Einwohnern. Nach dem Krieg kam es jedoch zu einem erheblichen Aufschwung der Bevölkerung, da sich Flüchtlinge in der Gemeinde ansiedelten. Seit den 1970er Jahren stieg die Einwohnerzahl von Dietzenbach rasch an und erreichte bis 2006 rund 33.000 Einwohner. Knapp ein Drittel der Einwohner hat Wurzeln in mehr als hundert Ländern außerhalb Deutschlands. Landwirtschaftliche Gebäude sind in Dietzenbach heutzutage selten zu sehen.

2001 fand in Dietzenbach das 41. Hessentag-Staatsfest statt.

Erdkunde

Nachbargemeinden

Dietzenbach grenzt im Norden an die Stadt Heusenstamm, im Osten an die Stadt Rodgau, im Süden an die Stadt Rödermark und im Westen an die Stadt Dreieich.

Konstituierende Gemeinschaften

Die Stadt Dietzenbach besteht aus mehreren Stadtteilen, obwohl nicht alle hier aufgeführten Orte diese offizielle Bezeichnung haben.

Steinberg ist eine konstituierende Gemeinschaft. Hier befinden sich Teile des Industriegebiets Nord sowie Kindertagesstätten 3,5 und 11, das Seniorenzentrum Siedlerstraße und vier Schulen: Astrid-Lindgren-Schule (Grundschule), Regenbogenschule (Grundschule), Helen -Keller-Schule (Sonderschule) und Heinrich-Mann-Schule (kooperative Gesamtschule mit Gymnasium Oberstufe). In der Limesstraße befindet sich außerdem ein Sportplatz. Im Zentrum befindet sich das Steinberg Shopping Center. In Steinberg leben knapp 12.000 Menschen.

Zwischen Steinberg und der Altstadt ist im Laufe der Jahre ein neues Baugebiet entstanden, in dessen Zentrum sich die Stadtverwaltung und das Gemeindezentrum Dietzenbach angesiedelt haben. Es ist als die Neue Stadtmitte bekannt.

Das prominenteste Merkmal war zuvor ein Einkaufszentrum mit einem großen Supermarkt, einer Tankstelle und einem Parkplatz, das die Einheimischen im Laufe der Zeit wegen ihrer eher unansehnlichen Architektur der 70er Jahre und der Vernachlässigung des Gebäudes durch das Unternehmen als Schandfleck sahen.

Der Vertrieb verzögerte die Neuentwicklung immer weiter. Ende 2005 wurden schließlich Vereinbarungen zwischen der Stadt und der niederländischen Ten Brinke Group unterzeichnet.

Nachdem der alte toom Markt Mitte 2005 geschlossen wurde, wurde der gesamte Gebäudekomplex im Herbst 2006 abgerissen, um Platz für ein neues Einkaufszentrum zu schaffen. Der Grundstein wurde am 4. Dezember 2006 gelegt. Am 29. November 2007 wurde das Einkaufszentrum eröffnet und erhielt den Namen Rathaus-Center.

Die Ten Brinke Group, der Investor für € 37.500.000, hat ein 230 m langes und 101 m breites Gebäude errichtet, in dem sich auf 8.000 m² ein toom Markt und auf 4000 m² ein Media-Markt befinden. Die restlichen 21 000 m² teilen sich C & A (1 600 m²), Deichmann (zwei Einheiten à 500 m²), die Bekleidungskette Ernsting's Family (200 m²), weitere Geschäfte und verschiedene Gastronomiebetriebe.

Hexenberg, dessen Name "Hexenberg" heißt, ist eine konstituierende Gemeinschaft. Sie ist nach der höchsten Erhebung im Stadtteil Offenbach benannt. Bei den Gebäuden handelt es sich meist um relativ niedrige Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie um einige kleinere Geschäfte in der Mitte der Gemeinde.

Wingertsberg (Wingertsberg) ist keine eigenständige Gemeinde, sondern eine Wohngegend, die an einem Hang gegenüber der Altstadt liegt. Am oberen Ende der Nachbarschaft befinden sich neben einem Sportplatz ein Restaurant mit Aussichtsterrasse und der Aussichtsturm für das Hessentag-Staatsfest, von dem aus man Frankfurt sehen kann.

In der Dietzenbacher Altstadt sind viele Fachwerkhäuser erhalten geblieben. In der Altstadt befinden sich außerdem das Heimatmuseum, die Stadtbibliothek und die Polizeistation.

Diese konstituierende Gemeinde, die direkt an die Altstadt grenzt, ist ein Stadtteil, der nur aus Hochhäusern besteht. Ursprünglich als gehobene Nachbarschaft geplant, haben soziale Probleme und die daraus entstehenden Verbrechen die Stadt und ihre Umgebung vor größere Herausforderungen gestellt als je zuvor. Heute haben rund 90% der Einwohner einen Migrationshintergrund. Die meisten kommen aus der Türkei, Marokko, Afghanistan, Pakistan oder verschiedenen afrikanischen Ländern.

Geschichte

Dietzenbach wurde um 1210 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Patershausen als Dicenbah erstmals urkundlich erwähnt. Die späteren verlassenen Siedlungen von Ippingshausen und Richolshausen lagen im frühen Mittelalter innerhalb der Grenzen von Dietzenbach.

1545 führten die Grafen von Hanau, die seit einigen Jahrhunderten Dietzenbachs Herren waren, den Protestantismus ein. Als die Grafen von Hanau 1736 ausstarben, stritten sich die Landgrafen Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel darum, wer das Recht hatte, Dietzenbachs Herren zu sein.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Dietzenbach