Dietzhölztal

Lahn-Dill-Kreis, Regierungsbezirk Gießen, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Dietzhölztal
Bevölkerung:
5 904

Über Dietzhölztal

Die Gemeinde Dietzhölztal ist die nördlichste Gemeinde im hessischen Lahn-Dill-Kreis.

Erdkunde

Die Gemeinde liegt in einem gleichnamigen Tal, nur wenige Kilometer östlich der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

Rittershausen hat 952 Einwohner, was 14,2% der Bevölkerung von Dietzhölztal ausmacht (Stand 31. Dezember 2005). Damit ist Rittershausen die kleinste Bevölkerungsgruppe, jedoch mit 1 847 ha Land (Dietzhölztal: 3 744 ha), das sind 49,3 % Ist Rittershausen fast so groß wie die drei anderen Gemeinden Ewersbach, Mandeln und Steinbrücken zusammen. Der Grund dafür bezieht sich auf das, was im späten Mittelalter geschah (siehe Geschichte unten).

Nachbargemeinden

Dietzhölztal grenzt im Nordwesten an die Stadt Netphen, im Norden an die Stadt Bad Laasphe (beide in Siegen-Wittgenstein-Kreis in Nordrhein-Westfalen), im Osten an die Gemeinde Breidenbach (Marburg-Biedenkopf) im südöstlich bei der Gemeinde Eschenburg und im Südwesten bei Haiger (beide im Lahn-Dill-Kreis).

Konstituierende Gemeinschaften

Die Community besteht aus folgenden Zentren:

Ewersbach

Mandeln

Rittershausen

Steinbrücken

Geschichte

Im Mittelalter war das obere Dietzhölztal aufgrund seiner Vielzahl an Bäumen ein wichtiges Zentrum für die Metallproduktion. Die Erze wurden in der Region Dillenburg abgebaut und in Öfen im Dietzhölze-Tal geschmolzen. So wurde der "Hammerweiher" in Steinbrücken aufgestaut. Noch heute sind einige metallverarbeitende Unternehmen im Dietzhölze-Tal vertreten, darunter auch die Kreck Metallwarenfabrik GmbH in Rittershausen.

Ewersbach

Zum 1. Januar 2004 hatte Ewersbach 3.329 Einwohner. Es wurde erstmals 1302 unter dem Namen Ebirspach urkundlich erwähnt. Ewersbach selbst war eine Verschmelzung der drei ehemaligen Dörfer Bergebersbach, Straßebersbach und Neuhütte. Der Name des letzten Dorfes bedeutet "neue Gießerei" und spiegelt die traditionelle Industrie der Region wider.

Mandeln

Mandeln mit seiner 1200-jährigen Geschichte ist eines der ältesten Dörfer des Bezirks. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 13. Juli 800 nach dem Lorscher Codex (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, HL Mainz 19, folg. 210 v. [12. Jahrhundert]). Ein Vermieter namens Lager und seine Frau Duda spendeten dem Nazarius-Kloster in Lorsch (bei Heppenheim) unter Richbodos Abtei drei Höfe, ebenso viele Subsistenzfarmen und fünf gebundene Bauern in Mauventelina (Mandeln) im Perfgau, deren politisches und kirchliches Zentrum Breidenbach war.

Dieses alte Dorf, unter dem Namen Moyndille, dauerte bis mindestens 1298, aber der Niedergang des Dorfes kam schließlich, vermutlich als Folge eines Streits zwischen den Landgrafen von Hessen und den Grafen von Nassau, der das Datum der Zerstörung irgendwann zwischen 1433 und 1933 vorsah 1443. Das Dorf war verwüstet, aber kaum ein halbes Jahrhundert lang, denn im Jahr 1489, etwa einen Kilometer südlich des alten Dorfes gelegen, kam die Wiederentdeckung von Mandeln durch die Witwe von Hutzmanns Heinz mit ihrem Sohn Henn. und Gerlach, ein gewisser Herr Palmenies Schwiegersohn aus Roth in Hessen.

Die Bevölkerung wuchs stetig mit einem merkwürdigen leichten Schwung zwischen 1489 und 2005. Die größte Veränderung und die einzige große Veränderung in kurzer Zeit erfolgte 1597, als die Bevölkerung aufgrund der Pest von etwa 100 auf etwa 20 fiel. Ein überdurchschnittlich starker Bevölkerungsanstieg war in den 70er Jahren zu verzeichnen, weil das Wochenendhäuschen auf der Ebachseite geräumt und Gastarbeiterfamilien angekommen waren. Ein Aufschwung kam auch mit der deutschen Wiedervereinigung und dem Zustrom von Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Im Jahr 2004 lebten in Mandeln 1430 Menschen in 450 Häusern.

Rittershausen

Für Rittershausens Alter muss man sich historische Belege ansehen, die sich über den gesamten Zeitraum vom 8. bis zum 13. Jahrhundert erstrecken. Die alte Form des Namens Rudershusz, die bevorzugte Lage im Dietzhölze-Tal, und die Beharrlichkeit des Dorfes auch während der Zeit der Aufgabe (aufgrund einer Agrardepression) im Spätmittelalter deuten darauf hin, dass Rittershausen im 9. Jahrhundert gegründet wurde. oder spätestens am 10..

Es gab jedoch schon länger Menschen in der Gegend. Um 1912 führte Reverend Karl Nebe, unterstützt von dem Handelsrat und dem Landbesitzer Gustav Jung, und unter der Leitung des Landesmuseums in Wiesbaden eine Reihe von Grabungen rund um die Ley (≈ Klippe oder Felsen) durch. Keramische Gegenstände, Werkzeuge und Schmuck wurden aus einer als Ringwall erdachten Anlage ausgegraben, da diese Strukturen aus der keltischen Zeit zwischen 450 und 250 v. Chr. In der Zeit der Kultur von La Tène bekannt waren.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Dietzh%C3%B6lztal