Dillingen/ Saar

Landkreis Saarlouis, Saarland, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Dillingen/ Saar
Bevölkerung:
20 199

Über Dillingen/ Saar

Dillingen (auch: Dillingen an der Saar) ist eine Stadt im saarländischen Landkreis Saarlouis. Es hat etwa 20.000 Einwohner und ist in die drei Bezirke Dillingen-Innenstadt, Pachten und Diefflen aufgeteilt. Die Stadt liegt am Rande des Naturparks Saar-Hunsrück an der Mündung der Prims in der Saar und ist etwa 10 km von der französischen Grenze entfernt. Dillingen liegt etwa 60 km von Luxemburg-Stadt und Trier, 50 km von Metz und 30 km von Saarbrücken entfernt und grenzt direkt an das Stadtgebiet von Saarlouis. In Bezug auf die Bevölkerung ist es die zweitgrößte Gemeinde im Bezirk Saarlouis. Hier befindet sich das Dillinger Hütte Stahlwerk.

Erdkunde

Geografische Position

Dillingen liegt rechts der Saar im nördlichen Teil des Saarlouis-Beckens und damit im Saar-Nahe-Becken. Das Becken von Saarlouis ist im Nordwesten, Norden und Nordosten von den Höhen des Buntsandsteins begrenzt. Sie gehören zum östlichen Rand des Pariser Beckens und münden in das Becken der Prims. Die Prims kommen aus dem Schwarzwalder Hochwald und entspringen oberhalb des Landkreises Pachten an der Saar. Ein paar Kilometer nördlich der Gebietseinheit Pachten vereinigt sich die Saar mit der aus Lot stammenden Nied. Die Auenablagerungen im Becken ermöglichen eine gute landwirtschaftliche Nutzung.

Geologie

Die Gesteinsschichten des Kohlesattels von Saarbrücken (Karbon) ziehen nach Nordwesten ab und es kommt zu einer Überlagerung von jüngeren Gesteinen des Rotliegend und der Trias. Dillingen liegt auf einer Scholle des mittleren Buntsandsteins. Die rechteckige Scholle ist nach Südwesten nach Nordwesten gespannt und wird im Süden durch die Karbonlinie der Gemeinden Ensdorf, Hülzweiler und Schwarzenholz begrenzt. Im Südwesten und Nordwesten dieser Buntsandsteinscholle liegen die Bergrücken des oberen Buntsandsteins (Röt-Formation) und des Muschelkalks zwischen Berus, Siersburg und dem Tal der Haustadt. Die Gesteine des unteren Rotliegend und des Kohlenstoffs bilden das nordöstliche Grenzgebiet.

Das ausgedehnte Tal der Gebiete Dillingen und Saarlouis liegt im Bereich des mittleren Buntsandsteins, in dem die Täler der Saar und der Prims gegraben wurden. Die linke Flanke der Saar bei Dillingen, der Limberg, wird von einem steilen Grès à Voltzia gebildet, während eine rechte Flanke des Tales fehlt. Auf diesem Relief mit überlagerten jüngeren Kiesdecken breitet sich das Entwicklungsgebiet von Dillingen und Pachten aus.

Im mittleren Buntsandstein werden vorwiegend krümelige, leicht erodierbare Sandsteinformationen gebildet. Oben ist der obere Buntsandstein (Röt-Formation), der aus festeren Sandsteinen besteht, die an Ton- oder Karbonatteilen gebunden sind. Diese wurden früher in zahlreichen Steinbrüchen als Baumaterial gewonnen. Oben sind Muschelkalk-Schichten: Die unterste Muschelkalkschicht bildet Sand-Ton-Kalk-Felsen. Die mittlere Kalksteinschicht enthält Mergel mit Gips und Anhydrit. Die Kalkschicht der oberen Schale besteht aus massiven Kalksteinen und plattenartigen Kalksteinen mit Mergelschichten.

Über diesen massiven Untergrundgesteinen liegen Sedimentterrassen der Flüsse Saar und Prims. Die unterschiedlichen Höhen dieser Terrassen zeugen von verschiedenen Stadien der Depression der beiden Flüsse und der Ablagerung mitgerissener Schottersteine. Die jüngsten Ablagerungen bilden den Wiesenlehm der beiden Flusstäler.

Morphologie

Im Gebiet von Dillingen ist der Zusammenfluss der beiden Flusstäler von Saar und Prims. Die Prims beenden hier ihren 91 Kilometer langen Lauf. Die Geländehöhe an der Mündung beträgt 177 m über dem Meeresspiegel. Östlich der Saar liegt an beiden Ufern des Prims der mittlere Buntsandstein. Es ist weit verbreitet und bildet eine flache, wellige, gestufte Landschaft. Die Gebiete sind mit breiten Terrassenfeldern aus Kies und Lehm bedeckt.

Mineralogie

Nahezu alle im Gebiet von Dillingen vorkommenden Gesteine können wirtschaftlich genutzt werden. Die brüchigen Gesteine des mittleren Buntsandsteins wurden als Sand in Gruben oder Hangrändern abgebaut. Die festeren Sandsteine des oberen Buntsandsteins (Röt-Formation) bildeten Bruch- und Bruchsteine. Kies wurde von den Terrassen abgebaut. Lehm wurde als Ziegelmaterial verwendet.

Klima

Das Klima in Dillingen ist gemäßigt ozeanisch, aber warm. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge. Selbst im trockensten Monat gibt es immer noch starke Niederschläge. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 9.7 ° C.

Nachbargemeinden

Die Stadt Dillingen hat sechs Nachbargemeinden. Im Uhrzeigersinn sind dies Beckingen, Nalbach mit den Ortsteilen Bierbach und Nalbach, Saarwellingen, Saarlouis (mit dem Landkreis Roden), Wallerfangen und Rehlingen-Siersburg.

Geschichte

Die Bedeutung des Gebiets Dillingen-Wallerfangen an beiden Ufern des Mittelsarars in der Vorgeschichte und Frühgeschichte wird durch eine Reihe von Funden belegt:

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Dillingen%2C_Saarland