Grimmen

Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Grimmen
Bevölkerung:
9 965

Über Grimmen

Grimmen (deutsch Aussprache: ) ist eine Stadt in Vorpommern-Rügen, einem Ortsteil im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Vor 2011, als in Mecklenburg-Vorpommern Bezirksreformen durchgeführt wurden, war es die Hauptstadt des nunmehr abgelaufenen Landkreises Nordvorpommern, das abgeschafft und zum Landkreis Vorpommern-Rügen zusammengelegt wurde.

Erdkunde

Grimmen liegt im Südosten von Nordvorpommern am Ufer des Flusses Trebel, etwa 30 km südlich von Stralsund und 30 km westlich von Greifswald. Die Stadt ist an die Stralsund-Neustrelitz-Berlin-Eisenbahn und an die Autobahn A 20 angeschlossen. An die Stadtgrenze grenzt das Amt Franzburg-Richtenberg im Westen, das Amt Miltzow im Norden und die Gemeinde Süderholz im Südosten an.

Dörfer innerhalb der Stadtgrenzen von Grimmen

Neben der Stadt Grimmen befinden sich folgende Dörfer innerhalb der Stadtgrenzen von Grimmen:

Appelshof

Gerlachsruh

Grellenberg

Groß Lehmhagen

Heidebrink

Hohenwarth

Hohenwieden

Jessin

Klein Lehmhagen

Stoltenhagen

Vietlipp

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden, beginnend im Norden beginnend im Uhrzeigersinn, sind Wittenhagen, Wilmshagen, Süderholz, Wendisch Baggendorf, Splietsdorf, Papenhagen.

Geschichte

Grimmen wurde während der Ostsiedlung gegründet, als um 1250 Kaufleute und Handwerker aus Niedersachsen, Westfalen und dem Niederrhein das Gebiet besiedelten, das damals zum Fürstentum Rügen gehörte. Das erste Dokument, in dem Grimmens erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1267. Im Jahr 1287 wird in einem Bericht Vogts Bertholds Amtsantritt in der Stadt erwähnt, und es wird erwähnt, dass Grimmen bereits zuvor das Lübecker Recht erhalten hatte. Die eigentliche Charta geht verloren, so dass das genaue Datum, an dem die Stadt das Lübecker Gesetz erhielt, unsicher ist. Dementsprechend wurde das 700-jährige Jubiläum 1987 gefeiert. Grimmen gehörte seit 1325 zum Herzogtum Pommern.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt mehrmals geplündert. Nach dem Krieg wurde Grimmen Teil des schwedischen Pommerns, einer Domäne des schwedischen Reiches. Von 1695 bis 1697 verfolgte der Bürgermeister Johannes Flittner grausam angebliche Hexen. mindestens sieben wurden hingerichtet. 1797 zerstörte ein großer Brand fast die gesamte Stadt. Im Jahr 1800 besuchte der schwedische König Gustav IV. Adolph Grimmen und residierte im sogenannten Königshaus. Nach dem Wiener Kongress von 1815 wurde das schwedische Pommern mit Grimmen Teil der preußischen Provinz Pommern. Eine Verwaltungsreform von 1816 machte die Stadt zur Hauptstadt eines Kreises. Im Jahr 1853 brach die Cholera aus.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs kapitulierte Grimmen der Roten Armee, ohne im April 1945 zu kämpfen. In den 1960er Jahren wurden zahlreiche neue Fabriken und landwirtschaftliche Betriebe gegründet, die zu Wohlstand und körperlichem Wachstum der Stadt führten. Nachdem das kommunistische Regime in Ostdeutschland nach der Wende-Bewegung von 1989 zusammengebrochen war, wurden die alten Gebäude der Stadt rekonstruiert. Nach der Umstrukturierung der Kreisbezirke im Jahr 1994 wurde Grimmen Hauptstadt des neu geschaffenen Vorpommern-Rügens.

Demographie

1600 - ca. 1.000 Einwohner

1712 - ca. 850 Einwohner

1809 - 1.840 Einwohner

1900 - 3.616 Einwohner

1946 - 8.298 Einwohner

1986 - ca. 15.000 Einwohner

1990 - von 14.242 Einwohnern

1993 - 13.376 Einwohner

2003 - 10.892 Einwohner

2004 - 11.201 Einwohner

Zwillingsstädte

Sehenswürdigkeiten

Gebäude

Das älteste Gebäude der Stadt ist die St. Mary's Church, die 1267 erbaut wurde. Von den alten Befestigungsanlagen sind noch drei gotische Ziegelgatter erhalten:

Mühlentor ("Mühlentor", erbaut ~ 1320)

Stralsunder Tor ("Stralsunder Tor", erbaut ~ 1320)

Greifswalder Tor ("Greifswalder Tor", erbaut zwischen 1350 und 1400).

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das im Stil der Backsteingotik um 1400 erbaute Rathaus und der Wasserturm aus dem Jahr 1933.

Zoo

Grimmens Zoo beherbergt mehr als 250 Tiere aus 50 verschiedenen Arten. Der Zoo wurde 1957 eröffnet und hat auch eine große Vielfalt an Pflanzen und Grünflächen.

Menschen

Christian Friedrich Mohnike, geboren 1781, Theologe und Übersetzer der skandinavischen Literatur.

Heike Götz, Jahrgang 1964, Journalistin

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Grimmen