Kürten

Rheinisch-Bergischer Kreis, Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Land:
Region:
Gemeinde:
Kürten
Bevölkerung:
19 489

Über Kürten

Kürten ist ein Dorf und eine Gemeinde im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Erdkunde

Kürten liegt etwa 25 km östlich von Köln.

Nachbarorte

Zu den nahe gelegenen Städten zählen Bergisch Gladbach, Overath, Wermelskirchen und Wipperfürth. Nachbargemeinden sind Lindlar und Odenthal.

Konstituierende Dörfer, Ortschaften und Gemeinden

Die Gemeinde umfasst 69 Ortsteile (Ortsteile):

Ahlendung - Bechen - Biesenbach - Biesfeld - Bilstein - Blissenbach - Bornen - Breibach - Broch - Broich - Broichhausen - Burgheim - Busch - Dahl - Delling - Dörnchen - Dorpe - Duhr - Dürscheid - Eichhof - Eishof Hachenberg - Hahn - Heidergansfeld - Hembach - Herrscherthal - Herweg - Höchsten - Hufe - Hungenbach - Hutsherweg - Jähhardt - Junkermühle - Kalsbach - Kochsfeld - Kohlgrube - Offermannsheide - Olpe - Olperhof - Petersberg - Richerzhagen - Schanze - Schnappe - Schwarzeln - Selbach - Spitze - Sülze - Sürth - Unterbersten-Unterbörsch - Unterossenbach - Viersbach - Waldmühle - Weiden - Wolfsorth.

Partnerstädte

Rodengo-Saiano (Italien) seit 1999

Population

Kürten ist eine der historisch langsam wachsenden Ortschaften im Bergischen Land. Erst seit den 1960er Jahren ist die Einwohnerzahl deutlich gestiegen.

Geschichte

Herkunft des Ortsnamens

Bis 1930 wurde der Ortsname "Kürten" mit "C" geschrieben.

Bereits im hohen Mittelalter - um 1300 - registriert der Liber Valoris (eine Auflistung aller Kirchen als Grundlage für die Erhebung des Kreuzzugsteins) den Ort "Curtine" als Standort einer Kirche. Die Kirche selbst war Johannes dem Täufer gewidmet. Dieser Name könnte darauf hindeuten, dass der Ort der heutigen Kultstätte möglicherweise bereits zur Zeit der Christianisierung als Taufstätte diente.

Es gibt zwei Interpretationen für die Herkunft des Namens.

Die herkömmliche Version geht davon aus, dass der Name aus dem mittelalterlichen lateinischen Vorzeichen stammt und "Hof", "Sölgerhof", "Fürstlicher Hof" oder "Ort, an dem der Hof stattfindet" bedeutet: In der Terminologie des späteren Mittelalters gegen das 14. Jahrhundert In lateinischen Dokumenten bezeichnet curtis den offenen Raum in einem geschlossenen Hof, in dem sich Geschworene trafen und der Gerichtshof angerufen wurde.

Auf der anderen Seite vertritt der gebürtige Heimatforscher Theo Stockberg nach langjähriger vergleichender etymologischer Recherche nach Namen der Siedlungen und Felder des Bergischen Landes die Ansicht, dass Kürten von "Op de Corte" abgeleitet ist, was mehr oder weniger bedeutet : "kurz" (Wasserlauf) ". Tatsächlich gibt es im ursprünglichen Siedlungsgebiet eine Quelle, aus der heute ein Schilfbach vom Gipfel oberhalb des Schulkomplexes in den Fluss Sülz mündet.

Archiv der Gemeinde

Das Archiv der Gemeinde Kürten enthält überwiegend Verwaltungsdokumente, die derzeit nach dem Code Civil unter napoleonischer Herrschaftsordnung (ab 1804) beginnen. Inventar 1 umfasst die Dokumente von 1804 bis 1918, Inventar 2 bezieht sich auf die Sammlung vom Ende der Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs; Ab 1945 beginnt Inventar 3. Mangels schriftlicher Beweise aus der Zeit vor Napoleon können die Archive nur in den letzten 200 Jahren Informationen über lokale historische Angelegenheiten liefern. Im Jahr 2000 wurden im Gemeindearchiv ein Stapel von 160 viel älteren Amtsdokumenten hinterlegt: neun Originaldokumente aus dem 16. Jahrhundert, einerseits kirchliche Dokumente aus Olpe und andererseits feudale Gerichtsakten. Hierbei handelt es sich um Originalpapiere aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, insbesondere aus der Zeit um 1780. Das älteste Dokument, eine Gerichtsakte, stammt bereits aus dem Jahr 1572.

Chronologie

1171 Erste urkundliche Erwähnung des Stadtgebiets von Olpe

1175 Erste urkundliche Erwähnung des Stadtgebietes von Bechen

1308 Erste urkundliche Erwähnung von Kürten: "Curtine" wird in Liber Valoris als Standort einer Kirche katalogisiert.

1300 Die Grafen (später Herzöge) von Berg führen eine Ämterverfassung ein, die 500 Jahre gültig ist.

1555 Hinweis auf das alte Siegel der Kürtener Landung.

1699 In Kürten befindet sich ein Gericht (vgl. Örtliche Interpretation von Curtis, vgl. Mittelalterliche Aufzeichnung für Curtine). Hinweis auf ein Herrenhaus mit Patronat des Wohnens und einer Rechtsjury, dem auch Biesfeld und Offermannsheide zugeordnet sind.

1739 Aufzeichnungen über die Verbindung der Pfarrgemeinde Kürten mit der Behörde Steinbach.

1806 übergab Kurfürst Max Joseph von Kurpfalz-Bayern das Herzogtum Berg Napoleon. 1808 wurde ein Großherzogtum unter Joachim Murat gegründet und die Verwaltung reformiert (Mairies = Bürgermeister).

1815 sind Kürten und Olpe an Preußen angeschlossen.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCrten