Oberstdorf, Markt

Landkreis Oberallgäu, Schwaben, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Region:
Gemeinde:
Oberstdorf, Markt
Bevölkerung:
9 580

Über Oberstdorf, Markt

Oberstdorf (niederalemannisch: Oberschdorf) ist eine im Südwesten Deutschlands gelegene Gemeinde und Ski- und Wanderstadt im Allgäu der Bayerischen Alpen. Oberstdorf ist eine der höchsten Marktstädte Deutschlands. Der südlichste Punkt in Deutschland liegt in der Gemeinde und ist die südlichste Siedlung in Deutschland und Bayern.

Im Zentrum von Oberstdorf befindet sich eine Kirche, deren hohe Turmspitze als Orientierungspunkt für die Navigation durch die Stadt dient. Die Gipfel des Nebelhorns und des Fellhorns bieten einen dramatischen Panoramablick auf die Alpen. Das Nebelhorn ist mit einer großen Seilbahn erreichbar. Besucher können mit einem einzigartigen diagonalen Aufzug auf die Heini-Klopfer-Skiflugschanze fahren.

Erdkunde

Verwaltungsabteilungen

Oberstdorf besteht aus dem Dorf Oberstdorf (813 Meter über dem Meeresspiegel, Messpunkt an der römisch-katholischen Kirche) und fünf weiteren Dörfern:

Kornau, 915 m. In der Nähe befinden sich die Söllereckbahn sowie die an Kunstschätzen reiche Kapelle St. Fabian und St. Sebastian.

In Reichenbach (226 Einwohner) befinden sich die 450 Jahre alte St. James-Kapelle und das Moorwasser-Schwimmbad.

Der kleine Weiler Rubi hat 175 Einwohner.

Typisch für Schöllang sind die Bauernhäuser rund um den barocken Zwiebelturm der Pfarrkirche. In der Nähe befindet sich die Schlosskirche von 1531.

Das Dorf Tiefenbach hat seinen Namen von Bäumen, die Bergkiefer genannt werden. Das Dorf liegt auf einer Terrasse oberhalb des Breitachbaches. Tiefenbach hat dank seiner Schwefelquelle eine Jahrhunderte alte Tradition. Bereits im späten 15. Jahrhundert erholten sich und andere hochrangige Menschen, um ihre Krankheiten zu heilen.

Täler

In der Umgebung von Oberstdorf gibt es eine Vielzahl von Tälern, von denen viele nicht nur landschaftlich reizvoll sind, sondern häufig auch Ausgangspunkte für Wanderungen in den Bergen sind. Die folgende Liste zeigt die Haupttäler mit ihren Seitentälern:

Breitach

Starzlach

Stillach (Stillachtal oder Birgsautal)

Rappenalpbach (Rappenalptal)

Warmatsgundbach (Warmatsgundtal)

Iller

Oybach (Oytal)

Trettach

Dietersbach

Traufbach

Oytal und Dietersbachtal trennen Höfats und Rauheck. Gerstruben, Deutschlands höchstes Dorf, liegt am Eingang des Dietersbachtals.

Das Rappenalptal ist das längste und verläuft vom südlichsten Dorf Deutschlands, Einödsbach, am Haldenwanger Eck vorbei, dem südlichsten Punkt Deutschlands. Am Talende führt der Schrofenpass nach Österreich.

Berge

Die Allgäuer Alpen im Oberstdorfer Raum erreichen Höhen von über 2.600 Metern und gehören zu den nördlichen Kalkalpen. Die bekanntesten Gipfel in Oberstdorf sind:

Fellhorn 2.038 m (Blumenberg des Allgäus)

Himmelschrofen 1.791 m

Höfats 2.259 m (prominentester Allgäuer Grasberg)

Kratzer 2.427 m

Großer Krottenkopf 2.656 m (höchster Berg der Allgäuer Alpen)

Mädelegabel 2.645 m (liegt am Heilbronner Weg)

Nebelhorn 2.224 m (mit Seilbahn)

Rubihorn 1.957 m (Hausberg)

Schattenberg 1.845 m (bei der gleichnamigen Skisprungschanze)

Schneck 2.268 m (einzigartige Form)

Trettachspitze 2.595 m

Hoher Ifen 2.230 m

Seen

Es gibt zahlreiche Seen in verschiedenen Höhen rund um Oberstdorf:

Christlessee, Trinkwasserqualität, im Trettachtal

Engeratsgundsee, östlich des Großen Daumen

Freibergsee, Badesee im Stillachtal

Unterer und Oberer Gaisalpsee

Guggersee am Krumbacher Höhenweg

Hermannskarsee zwischen dem Großen Krottenkopf und der Marchspitze

Koblatsee im Nebelhorngebiet

Laufbichelsee auch auf der Koblat des Nebelhorns

Moorweiher am Krappberg

Rappensee auf 2.047 m

Schlappoldsee bei der Mittelstation der Fellhornbahn

Seealpsee über dem Oytal

Hauptsehenswürdigkeiten

St. Anna-Kapelle, eine Kapelle in Rohrmoos

Bauernhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert

Breitachklamm bei Tiefenbach, eine durch die Breitach geschaffene Schlucht

Heini-Klopfer-Skiflugschanze, der drittgrößte Skiflugschanze der Welt

Schattenbergschanze (Eröffnung der Vierschanzentournee)

Geschichte

Die Ergebnisse zeigen, dass das Oberstdorfer Gebiet bereits von der Steinzeit bis zum Römischen Reich bewohnt war. Als die Römer im 3. Jahrhundert das Gebiet östlich des Oberrheins und nördlich des Oberrheins verlassen hatten, wanderten verschiedene germanische Gruppen in das Gebiet ein, die später als Alemanni bezeichnet wurden.

Oberstdorf wurde 1141 erstmals erwähnt. König Maximilian, der spätere Kaiser, gewährte Oberstdorf 1495 das Recht, einen Markt und den Obersten Gerichtshof zu besitzen. 1518 errichtete Graf Hugo von Montfort in Tiefenbach an der Schwefelquelle einen Kurort, der als Vorläufer der heutigen Kuranlage gilt.

Sport

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Oberstdorf