Rüdesheim am Rhein

Rheingau-Taunus-Kreis, Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Rüdesheim am Rhein
Bevölkerung:
9 788

Über Rüdesheim am Rhein

Rüdesheim am Rhein ist eine deutsche Weinstadt in der Rheinschlucht und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes in dieser Region. Es liegt im Rheingau-Taunus-Kreis im Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen. Bekannt als Rüdesheim, ist es offiziell Rüdesheim am Rhein, um es von Rüdesheim an der Nahe zu unterscheiden. Es ist eine wichtige Touristenattraktion, besonders für ausländische Besucher.

Erdkunde

Ort

Rüdesheim liegt am Fuße des Niederwalds am rechten Rheinufer im Weinbaugebiet Rheingau. Die Stadt gehört zum Frankfurter Rhein-Main-Gebiet und zum Weltkulturerbe Rheinschlucht. Es hat eine malerische Altstadt, in der Rheingauer Landschaft, die in der Rheinromantik gefeiert wird.

Territoriale Struktur

Die Gemeinde Rüdesheim am Rhein besteht aus fünf Stadtteilen:

Rüdesheim am Rhein (Anfangsteil und Zentrum)

Eibingen einschließlich Windeck, Abtei Eibingen und Nothgottes

Assmannshausen

Aulhausen mit dem ehemaligen Kloster Marienhausen und dem St. Vincenzstift

Presberg

Assmannshausen, Aulhausen und Presberg haben den Status eines Ortsbezirkes. Zentral Rüdesheim und Eibingen bilden einen kombinierten vierten Ortsbezirk.

Nachbargemeinden

Rüdesheim grenzt im Norden und Nordwesten an die Stadt Lorch, im Osten an die Stadt Geisenheim. Am linken Rheinufer in Rheinland-Pfalz liegt Rüdesheim im Süden gegen Bingen, im Weiler und Trechtingshausen im Südwesten. Rüdesheim ist durch eine Fähre für Fußgänger und eine für Autos mit dem linken Rheinufer verbunden.

Geschichte

Das Gebiet wurde zuerst von den Kelten besiedelt, dann nach der Wende der christlichen Ära von Ubii und später von Mattiaci. Im ersten Jahrhundert drangen die Römer in den Taunus vor. In Bingen bauten sie ein Castrum, und auf der anderen Seite, nahe dem heutigen Rüdesheim, lag ein Brückenkopf auf dem Weg zum Limes.

Den Römern folgten die Alamannen, und während der Völkerwanderung zogen die Franken in die Region. Archäologische Funde aus dieser Zeit deuten darauf hin, dass in Rüdesheim bereits Weinbau betrieben wurde. Der Ursprung der Stadt als fränkisches Haufendorf (grob: "Klumpendorf") ist auf den heutigen Stadtplänen noch zu sehen.

Rüdesheim wurde 1074 erstmals urkundlich erwähnt. Sein Lebensunterhalt bestand hauptsächlich aus dem Weinbau und der Schifffahrt, insbesondere dem Rafting von Holz.

Am 1. Januar 1818 erhielt Rüdesheim die Stadtrechte. Nachdem Preußen 1867 das Herzogtum Nassau annektiert und das Gebiet in Kreise eingeteilt hatte, wurde Rüdesheim zum Bezirkssitz im neu gegründeten Rheingaukreis. Sie hatte diesen Status 110 Jahre lang, bis 1977 im Zuge der Stadtreform in Hessen die Bezirke Rheingaukreis und Untertaunuskreis in den neuen Rheingau-Taunus-Kreis verschmolzen wurden und Rüdesheim den Amtssitz nach Bad Schwalbach geben musste.

1877 wurde der erste Grundstein für das Niederwalddenkmal gelegt, ein patriotisches Denkmal über den Weinbergen, das 1883 fertiggestellt werden sollte. Es zog viele Touristen an, die es mit einer Zahnradbahn erreichen konnten. Heute bringt eine Gondelbahn die Besucher zum Denkmal. Die Schifffahrt hat im Tourismus immer mehr Einnahmequellen.

Unter der damaligen Geheimhaltung wurde die ehemals selbstverwaltete Gemeinde Eibingen 1939 von den Nationalsozialisten gegen den Willen der Einwohner zwangsweise mit der Stadt verschmolzen. Im Rahmen der Stadtreform wurden 1977 Assmannshausen, Aulhausen und Presberg als Ortsbezirke in Rüdesheim eingegliedert.

Politik

Stadtrat

Die Kommunalwahl für die Stadtverordnetenversammlung fand am 6. März 2016 statt und führte zu folgenden Ergebnissen im Vergleich zu früheren Wahlen:

Städtepartnerschaften

Meursault, Côte-d'Or, Frankreich

Juliénas, Rhône, Frankreich (Städtepartnerschaft mit Assmannshausen)

Oingt, Rhône, Frankreich (Städtepartnerschaft mit Presberg)

Mezőkövesd, Bezirk Borsod-Abaúj-Zemplén, Ungarn

Swanage, Dorset, England, Großbritannien

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett, ein Museum für mechanische Musikinstrumente. Auf einer Ausstellungsfläche von über 400 m² informiert das Museum über die Geschichte der selbstspielenden Musik und ihrer Instrumente.

Mittelalterliches Foltermuseum mit vielen Folterinstrumenten

Asbach Distillery, Brandy Museum, das die Geschichte der Asbach-Uralt-Produktion illustriert

Rheingauer Weinmuseum Brömserburg, über die 1000-jährige Weinkulturgeschichte der Region, auf Schloss Brömserburg.

Bemerkenswerte Websites

Niederwalddenkmal, ein patriotisches Monument, das 1883 fertiggestellt wurde

Landschaftspark Niederwald, ein Park aus dem 18. Jahrhundert

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdesheim_am_Rhein