Schenklengsfeld

Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Regierungsbezirk Kassel, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Schenklengsfeld
Bevölkerung:
4 544

Über Schenklengsfeld

Schenklengsfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Osthessen, Deutschland. Sie liegt etwa 30 km nordöstlich von Fulda und 60 km südöstlich von Kassel.

Erdkunde

Ort

Die Gemeinde Schenklengsfeld liegt in den Ausreißern der Kuppenrhön zwischen dem Seulingswald im Norden und den Hessischen Skittles im Süden. Etwa 8 km westnordwestlich liegt Bad Hersfeld und etwa 17 km südwestlich von Hünfeld (jeweils Luftlinie). Es befindet sich auf einem fruchtbaren Plateau. Im Westen fällt das Land zur Fulda und im Osten zum Werra-Tal ab. Bei Schenklengsfeld verläuft ein Teil der Wasserscheide zwischen diesen beiden Flüssen. Innerhalb der Gemeindegrenzen entspringt der kleine Fluss Solz, der in Bad Hersfeld in die Fulda mündet. Hier beginnt auch der Ransbach, der in der Nähe von Philippsthal in die Werra mündet.

Der niedrigste Punkt der Gemeinde liegt auf der Solzer Aue in 225 m Höhe. Der höchste Punkt innerhalb der Gemeindegrenzen ist der 510,9 m hohe Landecker Berg.

Nachbargemeinden

Schenklengsfeld grenzt im Norden an die Stadt Bad Hersfeld und die Gemeinde Friedewald, im Osten an die Gemeinde Hohenroda (alle drei in Hersfeld-Rotenburg), im Süden an die Gemeinde Eiterfeld (im Stadtteil Fulda) und in der westlich der Gemeinde Hauneck (in Hersfeld-Rotenburg).

Konstituierende Gemeinschaften

Die Ortsteile der Gemeinde sind Schenklengsfeld, Dinkelrode, Erdmannrode, Hilmes, Konrode, Lampertsfeld, Landershausen, Malkomes, Oberlengsfeld, Schenksolz, Unterweisenborn, Wehrshausen, Wippershain und Wüstfeld.

Geschichte

Um 800 wurde Schenklengsfeld erstmals als Dokumentarfilm als Lengesfeld in Thüringen im Breviarium Sancti Lulli der Abtei Hersfeld („Zusammenfassung des Heiligen Lullus“) erwähnt und entwickelte sich rasch zu einem Amtszentrum mit Vogtei, Gericht und Amtmann. Darüber hinaus wurde 1688 der Galgen erwähnt. Ab 1648 gehörte Schenklengsfeld zusammen mit dem gesamten Landeck zur Landgrafschaft Hessen-Kassel und war reformierter Protestant.

Im Jahr 1455 wurde in der Nähe von Lengsfeld im Amt Landeck eine Heilquelle erwähnt. Neben diesem entstanden im Jahre 1688 zwei weitere. Ab dem 23. April 1688 gab es hier seit einigen Jahren einen Kurort mit einem Pumpspross, der von einem Hydrotherapeuten, Doktor Bachoff aus Gotha, betreut wurde.

Die Gemeinde hatte ab 1912 - mit 930 Einwohnern - eine Eisenbahnverbindung mit der Hersfelder Kreisbahn nach Bad Hersfeld und in das Werra-Tal nach Heimboldshausen. Das Betriebsland der ehemaligen Stadtbahn ist heute nur noch am alten Bahnhof zu sehen. Eine Erhaltungsgesellschaft plant hier die Eröffnung einer Museumsbahn.

Verschmelzungen

Die kleine Gemeinde Lampertsfeld wurde am 1. April 1962 früh mit Schenklengsfeld zusammengelegt. Die Großgemeinde entstand 1971 und 1972 aus Anlass der hessischen Stadtreform. Am 1. Februar 1971 wurden Konrode, Oberlengsfeld, Schenklengsfeld, Unterweisenborn und Wehrshausen zusammengelegt. Am 31. Dezember 1971 folgten die Gemeinden Dinkelrode, Landershausen, Malkomes und Schenksolz. Am 1. August 1972 schlossen sich die Gemeinden Erdmannrode, Hilmes, Wippershain und Wüstfeld an.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 brachte folgende Ergebnisse:

Der Gemeindevorstand besteht aus sechs Mitgliedern, von denen vier der SPD zugeteilt sind (Hans-Otto Burschel, Uwe Wolf, Dieter Kümmel, Peter Bock) und zwei der CDU (Hans Heimeroth, Gunter Rexroth).

Bürgermeister

Bürgermeister Horst Hannich (SPD) wurde am 31. Oktober 1999 mit 86,0% der Stimmen gewählt. Nach 30 Jahren Amtszeit trat Hannich am 27. November 2005 nicht als Kandidat bei den Bürgermeisterwahlen an, sondern wurde zum Bürgermeister ernannt. In der Stichwahl schlug Stefan Gensler (CDU) mit 51,1% der Stimmen seinen Gegner Werner Kümmel (SPD), der 48,9% der Stimmen erhielt. Stefan Gensler hat sein Amt am 2. Mai 2006 angetreten.

Wappen

Die Arme der Gemeinde könnten so beschrieben werden: Argent ein Lindenzweig mit sechs Blättern, in der Spitze ein Kreuzgangpilz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Schenklengsfeld