Berlin, Stadt

Berlin, Deutschland

Land:
Staat:
Kreis:
Berlin, Stadt
Bevölkerung:
3 375 222

Über Berlin, Stadt

Berlin (/ b andrˈlɪn /; deutsche Aussprache: ) ist sowohl die Hauptstadt als auch die größte Stadt Deutschlands nach Fläche und Bevölkerung. Mit 3.723.914 (2018) Einwohnern ist es nach London die zweitgrößte Stadt der Europäischen Union. Die Stadt ist eines der 16 Bundesländer Deutschlands. Es ist vom Land Brandenburg umgeben und grenzt an die Hauptstadt Potsdam an. Die beiden Städte liegen im Zentrum der Metropolregion Berlin / Brandenburg, die mit 6.004.857 (2015) Einwohnern und einer Fläche von 30.370 Quadratkilometern die drittgrößte Metropolregion Deutschlands nach Rhein-Ruhr und Rhein-Main ist Regionen.

Berlin liegt am Ufer der Spree, die in den Fluss Havel (ein Nebenfluss der Elbe) im westlichen Stadtteil Spandau mündet. Zu den wichtigsten topografischen Merkmalen der Stadt gehören die zahlreichen Seen in den westlichen und südöstlichen Bezirken der Spree, der Havel und der Dahme (der größte davon ist der Müggelsee). Aufgrund seiner Lage in der europäischen Tiefebene ist Berlin von einem gemäßigten saisonalen Klima beeinflusst. Etwa ein Drittel des Stadtgebiets besteht aus Wäldern, Parks, Gärten, Flüssen, Kanälen und Seen. Die Stadt liegt im mitteldeutschen Dialektgebiet, wobei der Berliner Dialekt eine Variante des Lausitzer-Neuen Marchischen Dialekts ist.

Erstmals im 13. Jahrhundert dokumentiert und an der Kreuzung zweier wichtiger historischer Handelsstraßen gelegen, wurde Berlin Hauptstadt der Markgrafschaft Brandenburg (1417–1701), des Königreichs Preußen (1701–1918), des Deutschen Reiches ( 1871–1918), der Weimarer Republik (1919–1933) und dem Dritten Reich (1933–1945). Berlin war in den 1920er Jahren die drittgrößte Gemeinde der Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der anschließenden Besetzung durch die siegreichen Länder wurde die Stadt geteilt. Westberlin wurde de facto eine westdeutsche Exklave, umgeben von der Berliner Mauer (1961–1989) und ostdeutschem Gebiet. Ost-Berlin wurde zur Hauptstadt der DDR erklärt, während Bonn zur Hauptstadt der Bundesrepublik wurde. Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde Berlin wieder zur Hauptstadt von ganz Deutschland.

Berlin ist eine Weltstadt für Kultur, Politik, Medien und Wissenschaft. Seine Wirtschaft basiert auf High-Tech-Unternehmen und dem Dienstleistungssektor und umfasst eine Vielzahl von Kreativindustrien, Forschungseinrichtungen, Medienunternehmen und Tagungsstätten. Berlin dient als kontinentaler Knotenpunkt für Luft- und Schienenverkehr und verfügt über ein sehr komplexes öffentliches Verkehrsnetz. Die Metropole ist ein beliebtes Touristenziel. Zu den bedeutenden Branchen gehören auch IT, Pharma, Biomedizinische Technik, Clean Tech, Biotechnologie, Bau und Elektronik.

In Berlin gibt es weltbekannte Universitäten, Orchester, Museen und Unterhaltungsmöglichkeiten sowie viele Sportveranstaltungen. Der Zoologische Garten ist der meistbesuchte Zoo in Europa und einer der beliebtesten weltweit. Mit dem ältesten großen Filmstudiokomplex der Welt ist Berlin ein zunehmend beliebter Ort für internationale Filmproduktionen. Die Stadt ist bekannt für ihre Festivals, ihre vielfältige Architektur, ihr Nachtleben, ihre zeitgenössische Kunst und ihre hohe Lebensqualität. In Berlin entstand seit den 2000er Jahren eine kosmopolitische Unternehmerszene.

Geschichte

Etymologie

Berlin liegt im Nordosten Deutschlands, östlich der Saale (Sachsen oder Thüringen), die zusammen mit der Elbe (ab ihrem Zusammenfluss) die östliche Grenze des Fränkischen Reiches bildete. Während das Frankenreich hauptsächlich von germanischen Stämmen wie Franken und Sachsen bewohnt wurde, wurden die Gebiete östlich der Grenzflüsse von slawischen Stämmen bewohnt. Deshalb tragen die meisten Städte und Dörfer im Nordosten Deutschlands slawisch abgeleitete Namen (Germania Slavica). Typisch germanisierte Ortsnamensuffixe slawischen Ursprungs sind -ow, -itz, -vitz, -witz, -itzsch und -in, die Vorzeichen sind Windisch und Wendisch. Der Name Berlin hat seine Wurzeln in der Sprache der westslawischen Bewohner des heutigen Berlins und kann mit dem altpolabischen Stamm Berl- ("Sumpf") verwandt sein. Da das Ber- am Anfang wie das deutsche Wort Bär (Bär) klingt, erscheint ein Bär im Wappen der Stadt. Es ist also ein kippender Arm.

Von den zwölf Berliner Bezirken tragen fünf einen (teilweise) aus der Slawen abgeleiteten Namen: Pankow (der bevölkerungsreichste), Steglitz-Zehlendorf, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Spandau (bis 1878 Spandow genannt). Von den sechsundneunzig Stadtteilen tragen zweiundzwanzig einen (teilweise) von der Slawen abgeleiteten Namen: Altglienicke, Alt-Treptow, Britz, Buch, Buckow, Gatow, Karow, Kladow, Köpenick, Lankwitz, Lüchs, Malchow, Pankow, Prenzlauer Berg, Rudow, Schmöckwitz, Spandau, Stadtrandsiedlung Malchow, Steglitz, Tegel und Zehlendorf. Die Nachbarschaft von Moabit trägt einen französischen Namen, und Französisch Buchholz ist nach den Hugenotten benannt.

12. bis 16. Jahrhundert

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Berlin

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