Kreisfreie Stadt Amberg

Oberpfalz, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Region:
Kreis:
Kreisfreie Stadt Amberg
Bevölkerung:
41 578

Über Kreisfreie Stadt Amberg

Amberg (deutsche Aussprache: (listen)) ist eine Stadt in Bayern, Deutschland. Es liegt in der Oberpfalz, etwa auf halber Strecke zwischen Regensburg und Bayreuth. Im Jahr 2013 lebten über 41.000 Menschen in der Stadt.

Geschichte

Die Stadt wurde erstmals im Jahre 1034 unter dem Namen Ammenberg erwähnt. Es wurde zu einem wichtigen Handelszentrum im Mittelalter und exportierte hauptsächlich Eisenerz und Eisenprodukte. Zusammen mit Bamberg wurde die Stadt 1269 der Wittelsbacher Dynastie unterstellt, die Bayern beherrschte.

Die Stadt und die gesamte Oberpfalz fielen 1329 an eine Zweiglinie der Familie Wittelsbach und gehörten nicht mehr zum bayerischen Herzogtum. Obwohl geografisch betrachtet, wurde es als bayerisch betrachtet, und die Region gehörte zur Organisation der Reichskreise und war Teil des bayerischen Kreises. Die Oberpfälzer waren dem Protestantismus aufgeschlossen gegenüber. Im 16. Jahrhundert wandte sich die Stadt dem Luthertum zu, doch die Versuche der herrschenden Familie, den radikaleren Calvinismus einzuführen, scheiterten an der Zurückhaltung ihrer Bürger.

1628 gehörten Amberg und die Oberpfalz zu den Kurfürsten von Bayern. Die Bewohner hatten die Wahl: zum Katholizismus zurückzukehren oder die Stadt für immer zu verlassen. Viele Familien verließen die Stadt und flohen in die freien Reichsstädte Regensburg und Nürnberg.

Am 24. August 1796, während der Französischen Unabhängigkeitskriege, waren die Stadt und ihre Umgebung Schauplatz einer großen Schlacht, bei der 35.000 Franzosen unter dem Kommando von Jean Baptiste Jourdan mit 40.000 Österreichern unter dem Kommando von Erzherzog Charles kämpften; Die Franzosen erlitten bei diesem österreichischen Sieg deutlich mehr Verluste. Bis 1810 war Amberg die Hauptstadt der Oberpfalz, als die Macht in die größere Stadt Regensburg übertragen wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Bayern in den amerikanischen Sektor fiel, befand sich Amberg in Pond Barracks, einem Posten der US-Armee. I.F.Stone schreibt darüber in seinem Buch Underground to Palestine (S. 31ff). Die Stelle wurde 1992 geschlossen und die Einrichtung an die örtliche Gemeinschaft übergeben, hauptsächlich für Sozialwohnungen.

Ende 2018 war die Stadt Schauplatz der Anschläge von Amberg, und Rainer Wendt forderte die Bundesregierung auf, sich zu dem Fall zu äußern. Man sagte, die Stadt sei "im Ausnahmezustand." Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann besuchte Amberg zu Beratungen. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte: "Die gewalttätigen Übergriffe sind besorgniserregend."

Jüdische Geschichte

Die Juden hatten sich vor 1294 in Amberg angesiedelt, als die ersten Dokumente gefunden wurden. Kurz darauf, im Jahr 1298, starben dreizehn der Stadtjuden während der Massaker von Rindfleisch. Trotzdem erhielten 1347 sechs Familien die Erlaubnis, sich in Amberg niederzulassen, und zwanzig Jahre nachdem im Jahre 1367 eine Jeschiwa darin eröffnet worden war, obwohl die jüdische Gemeinde 1403 aus Amberg vertrieben wurde. Nach der Vertreibung wurde die Synagoge der nahegelegenen Kirche angegliedert. 1942 blieben zwölf Juden in der Stadt. Die wenigen Überlebenden kehrten nach 1945 in die Stadt zurück, und ein in der Nähe der Stadt gelegenes Lager für vertriebene Personen namens Amberg beherbergte hauptsächlich jüdische Flüchtlinge und Überlebende. Infolge der Einwanderung aus der ehemaligen UdSSR nach Deutschland wuchs die jüdische Bevölkerung in der Stadt im Jahr 2003 auf etwa 275. Eine Synagoge existiert heutzutage in der Stadt.

Unterbezirke

Amberg hat 25 Unterbezirke, zu denen die umliegenden Dörfer gehören:

Oberbürgermeister

1866–1892: Vincent König

1892–1907: Josef Heldmann

1907–1913: Georg Schön

1913–1933: Eduard Klug, BVP

1933: Otto Saugel (vorübergehend)

1933–1945: Josef Filbig, NSDAP

1945–1946: Christian Endemann, SPD

1946: Eduard Klug

1946: Christian Endemann, SPD

1946–1952: Michael Lotter, CSU

1952–1958: Josef Filbig, Deutsche Gemeinschaft (Deutschland)

1958–1970: Wolf Steininger, CSU

1970–1990: Franz Precht], CSU

1990–2014: Wolfgang Dandorfer, CSU

seit 2014: Michael Cerny, CSU

Bevölkerungsentwicklung

Datenquelle:

Sehenswürdigkeiten

Ein bestimmendes Merkmal der Stadt ist die Stadtbrille (wörtlich: Stadtschauspiele) - eine Brücke, ursprünglich ein Teil der Stadtbefestigung, deren Bögen im Flusswasser wie eine Brille wirken.

Andere touristische Attraktionen in Amberg sind:

Marktplatz mit dem gotischen Rathaus (erbaut 1358) und der spätgotischen Pfarrkirche St. Martin

Der Neue Palast, der ehemalige Wohnsitz der Grafen der Rheinpfalz, wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts erbaut und 1603 renoviert

Ein gut erhaltener Abschnitt der mittelalterlichen Mauern und Tore

Das barocke Franziskanerkloster auf dem Hügel Unserer Lieben Frau (Mariahilfberg) oberhalb der Stadt. Dieser Hügel erhielt seinen Namen während der Beulenpest im Dreißigjährigen Krieg 1633/4, als die Einheimischen die Jungfrau Maria baten, um sie von der Pest zu befreien.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Amberg

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