Kreisfreie Stadt Aschaffenburg

Unterfranken, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Region:
Kreis:
Kreisfreie Stadt Aschaffenburg
Bevölkerung:
67 681

Über Kreisfreie Stadt Aschaffenburg

Aschaffenburg (deutsche Aussprache: (listen)) ist eine Stadt im Nordwesten von Bayern. Die Stadt Aschaffenburg gilt nicht als Teil des Landkreises Aschaffenburg, sondern ist Verwaltungssitz.

Aschaffenburg gehörte über 800 Jahre zum Erzbistum Mainz. Die Stadt liegt an der westlichsten Grenze Unterfrankens und ist durch den Spessart vom zentralen und östlichen Teil des Regierungsbezirkes getrennt, während sie sich im Westen und Nordwesten zur Rhein-Main-Ebene hin öffnet. Daher sprechen die Einwohner weder bayerisch noch ostfränkisch, sondern eher eine lokale Version von Rheinfranken.

Erdkunde

Ort

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Mains im Südwesten Deutschlands, 41 Kilometer südöstlich von Frankfurt am Main. Im westlichen Teil des Gemeindegebiets mündet der kleinere Aschaff in den Main. Die Region ist auch als Bayerischer Untermain bekannt. Aschaffenburg liegt im äußersten Nordwesten des Freistaats Bayern, nahe der Grenze zu Hessen.

Klima

Das Klima ist kontinental, typischerweise mit warmen, trockenen Sommern und kalten, feuchten Wintern. Aschaffenburg hat im Winter meist weniger Schneefall als der nahegelegene Spessart.

Unterteilung

Aschaffenburg umfasst 10 Stadtteile:

Damm

Gailbach

Leider

Nilkheim

Obernau

Obernauer Kolonie

Österreicher Kolonie

Schweinheim

Stadtmitte (Stadtzentrum)

Strietwald

Nilkheim und Leider sind die einzigen Stadtteile am linken Mainufer.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an Aschaffenburg (im Uhrzeigersinn von Norden): Johannesberg, Glattbach, Goldbach, Haibach, Bessenbach, Sulzbach am Main, Niedernberg, Großostheim, Stockstadt am Main und Mainaschaff.

Geschichte

Etymologie

Der Name Aschaffenburg (Ascaffaburc, Ascapha oder Ascaphaburg im Mittelalter) bedeutete ursprünglich "Burg am Eschenfluss" und stammte aus dem Aschaff, der durch Teile der Stadt fließt.

Vorgeschichte bis zum Mittelalter

Die frühesten Siedlungsreste in der Umgebung von Aschaffenburg stammen aus der Steinzeit.

Aschaffenburg war ursprünglich eine Siedlung der Alamannen. Hier wurden römische Legionen stationiert. In c. 700 n. Chr. Nennt die Ravenna-Kosmographie zwei Siedlungen in der Region: Uburzis (Würzburg) und Ascapha (Aschaffenburg). : 69

Um 550 war das Gebiet von den Franken erobert worden, und ihr Hausmeier errichtete hier eine Burg. Im 8. Jahrhundert wurde ein Benediktinerkloster gegründet, das dem hl. Michael geweiht ist, Berichten zufolge von Saint Boniface. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts (957) wurde daraus das Kollegiatstift St. Peter und Alexander. Im Jahr 869 heiratete König Ludwig der Jüngere in Aschaffenburg Liutgard von Sachsen. Hier starb sie auch 885 und wurde später mit ihrer Tochter Hildegard in der Stiftskirche beigesetzt. Ascaffinburg wird 974 erstmals in einer Schenkungsurkunde von Otto II erwähnt, in der er mehrere Dörfer, darunter Wertheim am Main und einen Waldabschnitt im Spessart, an die Stiftskirche schenkte. : 69 : 56

Im Mittelalter war die Stadt als Ascaffaburc, Ascapha oder Ascaphaburg bekannt. Berichten zufolge wurde 989 eine Steinbrücke über den Main von Erzbischof Willigis errichtet, der die Stadt zu seinem zweiten Wohnsitz machte. Die Stadt (975 als Civitas bezeichnet) war seit 982 Teil des Erzbistums Mainz, als Herzog Otto starb. Ein Vizedom wird erstmals 1122 als oberster lokaler Vertreter des Erzbischofs erwähnt. Im Jahre 1292 wurde hier eine Synode abgehalten, und 1447 genehmigte eine kaiserliche Diät, die vor der von Wien lag, ein Konkordat (manchmal als Aschaffenburger Konkordat bezeichnet). Im Deutschen Bauernkrieg (1525) unterstützte die Stadt die Verliererseite. : 56–7

Moderne Zeiten durch das 19. Jahrhundert

1552 wurde die spätgotische Burg von Johannisburg zerstört. Sie wurde in den Jahren 1605-14 durch das Renaissanceschloss Johannisburg ersetzt. : 57 Die Stadt litt im Dreißigjährigen Krieg sehr stark und wurde von den verschiedenen Kriegführern festgehalten. Während der Schlacht von Dettingen (1743) im Norden wurde die Stadt von französischen Truppen besetzt. Es gehörte zum Kurfürstentum des Mainzer Erzbischofs und wurde 1803 an Erzbischof Karl Theodor von Dalberg als Fürstentum Aschaffenburg übertragen.

In Aschaffenburg befand sich die 1807 gegründete "Forstliche Hochschule Aschaffenburg", "berühmt geworden durch die Forschungen von Professor Dr. Ernst Ebermayer". Die Akademie wurde "1832 aufgelöst, aber 1874 unter dem Finanzministerium neu organisiert"; und, als "vom 30. März 1874 mit der Universität München vereint".

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Aschaffenburg

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