Kreisfreie Stadt Cottbus

Brandenburg, Deutschland

Land:
Staat:
Kreis:
Kreisfreie Stadt Cottbus
Bevölkerung:
99 913

Über Kreisfreie Stadt Cottbus

Cottbus (deutsche Aussprache: (hören); Niedersorbisch: Chóśebuz, ) ist eine Universitätsstadt und die zweitgrößte Stadt in Brandenburg. Cottbus liegt etwa 125 km südöstlich von Berlin an der Spree und ist auch ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt mit ausgedehnten Anschlussgleisen / Depots. Obwohl nur eine kleine sorbische Minderheit in Cottbus selbst lebt, gilt die Stadt als politisches und kulturelles Zentrum der Sorben in der Niederlausitz.

Rechtschreibung

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Schreibweise des Namens der Stadt umstritten. In Berlin wurde die Schreibweise "Kottbus" bevorzugt, und sie wird immer noch für das Kottbusser Tor der Hauptstadt verwendet, aber lokal wurde die traditionelle Schreibweise "Cottbus" (die sich den deutschen Regeln widerspricht) bevorzugt wird jetzt in den meisten Fällen verwendet. Da die offizielle Schreibweise, die vor den Rechtschreibreformen von 1996 verwendet wurde, sogar gegen die bereits geltenden standardisierten Rechtschreibregeln verstoßen hatte, betont der Ständige Ausschuss für geografische Namen die dringende Empfehlung, dass geographische Namen die nationalen Rechtschreibstandards einhalten sollten. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass ein Bürger der Stadt entweder als "Cottbuser" oder als "Cottbusser" bezeichnet werden kann.

Namen in verschiedenen Sprachen:

Tschechisch: Chotěbuz

Deutsch: Cottbus

Lateinisch: Cotbusium

Polnisch: Chociebuż

Niedersorbisch: Chóśebuz

Obersorbisch: Choćebuz

Jiddisch: קוטבוס, translit. Kutbus

Geschichte

Die Siedlung wurde im 10. Jahrhundert gegründet, als Sorbs auf einer sandigen Insel an der Spree eine Burg errichtete. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens erfolgte 1156. Im 13. Jahrhundert kamen deutsche Siedler in die Stadt und lebten danach Seite an Seite mit den Sorben. Im Mittelalter war Cottbus für Wolle bekannt, und die Vorhänge der Stadt wurden in ganz Brandenburg, Böhmen und Sachsen exportiert. 1445 wurde Cottbus von der Markgrafschaft Brandenburg aus Böhmen erworben. 1514 gründete Jan Rak in der Stadt die Universitas Serborum, ein sorbisches Gymnasium. Im Jahr 1701 wurde die Stadt Teil des Königreichs Preußen. Es wurde auch von 1807 bis 1813 von Sachsen regiert. 1815 wurden die umliegenden Bezirke Ober- und Niederlausitz vom Königreich Sachsen an Preußen abgetreten. Im Zweiten Weltkrieg wurde Cottbus am 22. April 1945 von der Roten Armee eingenommen.

Von 1949 bis zur Wiedervereinigung 1990 war Cottbus Teil der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Demographie

Bevölkerungsentwicklung seit 1875 innerhalb der derzeitigen Grenzen (blaue Linie: Bevölkerung; gepunktete Linie: Vergleich zur Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg; grauer Hintergrund: Zeit des Nazi-Deutschlands; roter Hintergrund: Zeit des kommunistischen Ostdeutschlands)

Jüngste Bevölkerungsentwicklung und Projektionen (Bevölkerungsentwicklung vor der Volkszählung 2011 (blaue Linie); Aktuelle Bevölkerungsentwicklung nach der Volkszählung in Deutschland im Jahr 2011 (blaue Grenzlinie); Projektion des Landes Brandenburg für 2014-2030 (rote Linie); Projektion der Bertelsmann Stiftung für 2012-2030 (grüne Linie)

Größte ausländische Ausländergruppen bis 31.12.2017

Kultur und Bildung

Cottbus ist das kulturelle Zentrum der niedersorbischen Minderheit. Viele Schilder in der Stadt sind zweisprachig und es gibt ein niedersorbisches Mittelgymnasium und ein sorbisches Viertel, aber sorbisch wird auf den Straßen selten gesprochen.

Neben Cottbus befindet sich der berühmte Branitzer Park, der von Prinz Hermann von Pückler-Muskau nach 1845 angelegt wurde. Schloss Branitz wurde zwischen 1846 und 1852 von Gottfried Semper im spätbarocken Stil umgebaut . Eines davon, das Seepyramid, befindet sich in der Mitte eines künstlichen Sees und dient als sein Mausoleum.

Cottbus ist auch die Heimat der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) und des mathematisch / naturwissenschaftlich orientierten Max-Steenbeck-Gymnasiums, benannt nach dem Physiker Max Steenbeck.

Jedes Jahr findet in Cottbus das Osteuropäische Filmfestival statt.

Cottbus hat eine Fußballmannschaft, Energie Cottbus, die in der 3. Liga spielt. Ihre Heimspiele werden im Stadion der Freundschaft der Stadt ausgetragen.

Stromerzeugung

In der Umgebung von Cottbus (Lausitz) gibt es mehrere Braunkohlekraftwerke. Die größten Stationen sind "Schwarze Pumpe" (1600 MW), "Boxberg" (1900 MW) und "Jänschwalde" (3000 MW).

Internationale Beziehungen

Partnerstädte - Schwesterstädte

Cottbus hat eine Partnerschaft mit:

Bemerkenswerte Leute

vor 1800

Carl Blechen (1798–1840), Landschaftsmaler

1801–1850

Gustav Theodor Fritsch (1838–1927), Anatom, Anthropologe und Physiologe

Otto Hugo Paul Grottkau (1846–1898), Sozialist, Gewerkschafter und US-amerikanischer Journalist

1851-1950

Reinhold Platz (1886–1966), Flugzeugdesigner und -hersteller bei Fokker

1951–1975

Rudi Fink (* 1958), Amateur-Boxer und Boxtrainer

Gabriele Reinsch (* 1963), Weltrekordhalterin Diskuswerfen

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Cottbus

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