Kreisfreie Stadt Erfurt

Thüringen, Deutschland

Land:
Staat:
Kreis:
Kreisfreie Stadt Erfurt
Bevölkerung:
203 485

Über Kreisfreie Stadt Erfurt

Erfurt (deutsche Aussprache: (listen) ) ist die Hauptstadt und größte Stadt des Bundeslandes Thüringen.

Erfurt liegt im südlichen Teil des Thüringer Beckens im weiten Tal der Gera. Es liegt 100 km südwestlich von Leipzig, 300 km südlich von Berlin, 400 km nördlich von München und 250 km nordöstlich von Frankfurt. Zusammen mit den Nachbarstädten Weimar und Jena bildet sie mit rund 500.000 Einwohnern den zentralen Ballungsraum Thüringens.

Die Erfurter Altstadt ist einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands. Zu den touristischen Attraktionen zählen die Krämerbrücke, die Alte Synagoge, das Ensemble des Erfurter Doms und die Severikirche sowie die Petersberg-Zitadelle, eine der größten und am besten erhaltenen Stadtfestungen Europas. Die Wirtschaft der Stadt basiert auf Landwirtschaft, Gartenbau und Mikroelektronik. Durch seine zentrale Lage wurde es zu einem Logistikdrehkreuz für Deutschland und Zentraleuropa. In Erfurt finden die zweitgrößte Messe in Ostdeutschland (nach Leipzig) sowie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender KiKa statt.

Die Stadt liegt an der Via Regia, einem mittelalterlichen Handels- und Pilgerstraßennetz. Das heutige Erfurt ist auch ein Knotenpunkt für ICE-Hochgeschwindigkeitszüge und andere deutsche und europäische Verkehrsnetze. Erfurt wurde erstmals im Jahr 742 erwähnt, als Saint Boniface die Diözese gründete. Obwohl die Stadt keinem der Thüringer Staaten politisch angehörte, wurde sie schnell zum wirtschaftlichen Zentrum der Region und war Mitglied der Hanse. Es war Teil des Mainzer Kurfürstentums während des Heiligen Römischen Reiches und wurde 1802 Teil des Königreichs Preußen. Von 1949 bis 1990 war Erfurt Teil der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Die Universität Erfurt wurde 1379 gegründet und ist damit die erste Universität innerhalb des geografischen Gebiets, das das heutige Deutschland darstellt. Es wurde 1816 geschlossen und 1994 wiedereröffnet. Der moderne Hauptcampus befand sich an einer ehemaligen Lehrerausbildungsstätte. Martin Luther (1483-1546) war der berühmteste Schüler, der dort ab 1501 studierte, bevor er 1505 in das Augustinerkloster eintrat. Weitere bekannte Erfurter sind der mittelalterliche Philosoph und Mystiker Meister Eckhart (ca. 1260-1328), der Barockkomponist Johann Pachelbel (1653-1706) und der Soziologe Max Weber (1864-1920).

Geschichte

Vorgeschichte und Antike

Erfurt ist eine alte germanische Siedlung. Der früheste Nachweis menschlicher Besiedlung stammt aus der prähistorischen Zeit; archäologische Funde aus dem Norden von Erfurt enthüllten menschliche Spuren aus der Altsteinzeit. 100.000 v. Chr. [Zitat benötigt]. Die Melchendorfer Grube im südlichen Stadtteil zeigte eine Siedlung aus der Jungsteinzeit. [Anmerkung 1] Die Thüringer bewohnten das Erfurter Gebiet. 480 und gaben Thüringen ca. 500

Mittelalter

Die Stadt wird erstmals 742 unter dem Namen "Erphesfurt" erwähnt. In diesem Jahr schrieb Saint Boniface an Papst Zachary, um ihm mitzuteilen, dass er in Mitteldeutschland drei Diözesen gegründet habe, eine davon "an einem Ort namens Erphesfurt eine lange Zeit wurde von heidnischen Eingeborenen bewohnt. " Alle drei Diözesen (die anderen beiden waren Würzburg und Büraburg) wurden im nächsten Jahr von Zachary bestätigt, obwohl Erfurt 755 in die Mainzer Diözese gebracht wurde. Dass der Ort bereits bevölkert war, belegen archäologische Zeugnisse, darunter 23 Gräber und sechs Bestattungen von Pferden aus dem 6. und 7. Jahrhundert.

Im Mittelalter war Erfurt aufgrund seiner Lage in der Nähe einer Furt über die Gera eine wichtige Handelsstadt. Zusammen mit den anderen fünf thüringischen Wüstenstädten Gotha, Tennstedt, Arnstadt und Langensalza war es das Zentrum des deutschen Windenhandels, der diese Städte sehr reich machte. Erfurt war der Knotenpunkt wichtiger Handelsstraßen: Die Via Regia war eine der meist genutzten Ost-West-Straßen zwischen Frankreich und Russland (über Frankfurt, Erfurt, Leipzig und Breslau) und eine andere Route in Nord-Süd-Richtung war die Verbindung zwischen dem Ostseehäfen (z. B. Lübeck) und die mächtigen oberitalienischen Stadtstaaten wie Venedig und Mailand.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Erfurt

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