Kreisfreie Stadt Erlangen

Mittelfranken, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Region:
Kreis:
Kreisfreie Stadt Erlangen
Bevölkerung:
105 412

Über Kreisfreie Stadt Erlangen

Erlangen (ostdeutsch: Erlang) ist eine mittelfränkische Stadt in Bayern. Es ist der Sitz des Landkreises Erlangen-Höchstadt (ehemals Landkreis Erlangen) und mit 113.752 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) die kleinste der acht Großstädte Bayerns. Die Einwohnerzahl überschritt 1974 die Grenze von 100.000, wodurch Erlangen eine Großstadt wurde.

Erlangen bildet zusammen mit Nürnberg, Fürth und Schwabach eine der drei Metropolen in Bayern. Zusammen mit dem Umland bilden diese Städte die Europäische Metropolregion Nürnberg, eine von elf Metropolregionen in Deutschland. Erlangen bildet zusammen mit den Städten Nürnberg und Fürth ein Dreieck der Städte, das das Kernland des Nürnberger Ballungsraums darstellt.

Ein Element der Stadt, das weit in die Geschichte zurückreicht, aber immer noch spürbar ist, ist die Ansiedlung von Hugenotten nach dem Rückzug des Edikts von Nantes im Jahr 1685. Heute wird die Stadt von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und von Berlin beherrscht der Siemens-Technologiekonzern.

Erdkunde

Erlangen liegt am Rande des Mittelfränkischen Beckens und an der Flussauen der Regnitz. Der Fluss teilt die Stadt in zwei Hälften von ungefähr gleicher Größe. Im Westen der Stadt liegt der Rhein-Main-Donau-Kanal parallel zur Regnitz.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden oder nichtgemeindliche Gebiete grenzen an die Stadt Erlangen an. Sie sind im Uhrzeigersinn aufgeführt und beginnen im Norden:

Das nicht eingetragene Gebiet Mark, die Gemeinden Möhrendorf, Bubenreuth, Marloffstein, Spardorf und Buckenhof und das Waldgebiet Buckenhofer Forst (alle zum Landkreis Erlangen-Höchstadt gehörend), die selbstständigen Städte Nürnberg und Fürth, die Gemeinde Obermichelbach (Landkreis Fürth) , die Stadt Herzogenaurach und die Gemeinde Hessdorf (beide im Landkreis Erlangen-Höchstadt).

Städtische Anordnung

Erlangen besteht offiziell aus neun Bezirken und 40 statistischen Bezirken, von denen 39 bewohnt sind. Darüber hinaus ist das Stadtgebiet in zwölf grundstücksrechtlich relevante Bezirke unterteilt, deren Grenzen stark von denen der statistischen Bezirke abweichen. Die Bezirke und statistischen Bezirke sind teilweise ehemals eigenständige Gemeinden, aber auch neuere Siedlungen, deren Namen auch als Bezirksnamen geprägt wurden. Die traditionellen und subjektiv wahrgenommenen Grenzen von Nachbarschaften weichen oft von den offiziellen ab.

Erlangen ist in folgende Gemarkungen unterteilt:

Einige noch gebräuchliche Namen historischer Bezirke wurden bei den offiziellen Bezeichnungen nicht berücksichtigt. Beispiele sind:

Brucker Werksiedlung (in Gemarkung Bruck)

Erba-Siedlung (in Gemarkung Bruck, am Anger)

Essenbach (bei Burgberg, nördlich von Schwabach)

Heusteg (in Gemarkung Großdechsendorf)

Königsmühle (in Gemarkung Eltersdorf)

Paprika-Siedlung (in Gemarkung Frauenaurach)

Schallershof (in Gemarkung Frauenaurach)

Siedlung Sonnenblick (in Gemarkung Büchenbach)

Stadtrandsiedlung (in Gemarkung Büchenbach)

St. Johann (im statistischen Bezirk Alterlangen)

Werker (bei Burgberg, östlich der Regnitz)

Zollhaus (östliches Stadtzentrum)

Klima

Erlangen liegt in einer Übergangszone vom maritimen zum kontinentalen Klima: Die Stadt ist relativ niederschlagsarm (650 mm pro Jahr), wie im kontinentalen Klima üblich, aber mit einer Jahresmitteltemperatur von 8,5 ° C relativ warm. Insbesondere der Burgberg schützt das Gebiet der Kernstadt vor kalter Polarluft. Im Gegensatz dazu ist der Regnitzgrund die Ursache für häufigen Nebel.

Geschichte

Gesamtgeschichte

Bereits in der Vorgeschichte Bayerns spielte das Regnitztal als Durchgang von Norden nach Süden eine wichtige Rolle. In Spardorf wurde ein Klingenschaber in Lößablagerungen gefunden, der den Gravettianern zuzuschreiben war, was ihn auf ein Alter von etwa 25.000 Jahren einstellt. Aufgrund der relativ kargen Böden in der Region konnten Landwirtschaft und Siedlungen erst am Ende des Neolithikums (2800-2200 v. Chr.) Nachgewiesen werden. Aus dieser Zeit stammen auch die Erlanger Zeichensteine im Mark-Forst nördlich der Stadt. Die Steinplatten wurden später in der Urnenfeld-Zeit (1200–800 v. Chr.) Als Grabgrenzen wieder verwendet.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Erlangen

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