Kreisfreie Stadt Rosenheim

Oberbayern, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Region:
Kreis:
Kreisfreie Stadt Rosenheim
Bevölkerung:
59 935

Über Kreisfreie Stadt Rosenheim

Die kreisfreie Stadt Rosenheim (zentralbayerisch: Rousnam) liegt im Zentrum des Landkreises Rosenheim (Oberbayern) und ist Verwaltungssitz dieser Region. Es befindet sich am Westufer des Inn am Zusammenfluss der Flüsse Inn und Mangfall im bayerischen Alpenvorland. Es ist die drittgrößte Stadt in Oberbayern mit über 61.000 Einwohnern und eines von 23 Verwaltungszentren in Bayern. Rosenheim ist somit das wirtschaftliche Zentrum und der geschäftigste Ort in der Region.

Erdkunde

Die Einwohnerzahl der Stadt beträgt ungefähr 60.000 Einwohner, in der Umgebung sind es bis zu 125.000. Rosenheim liegt im oberbayerischen Alpenvorland, 450 Meter über dem Meeresspiegel und erstreckt sich über eine Fläche von 37,52 Quadratkilometern. Die bayerische Landeshauptstadt München ist 52 Kilometer nordwestlich von Rosenheim entfernt. Der Bahnhof Rosenheim liegt an der Kreuzung der Linien München-Rosenheim, Rosenheim-Salzburg und München-Innsbruck.

Die Landschaft um Rosenheim entstand während der letzten Eiszeit aus der Erschließung des Inntalgletschers und später aus dem Rosenheimer See. Der See bestand vor etwa 10.000 Jahren und bedeckte das gesamte Inntal bis nach Wasserburg am Inn, etwa 25 km nördlich von Rosenheim.

Noch heute ist an vielen Stellen der Stadt die ehemalige Küstenlinie zu erkennen, an der sich das ehemalige flache Seebett plötzlich in einen relativ steilen Damm verwandelt.

Geschichte

Die Entwicklung von Rosenheim lässt sich an seinem Standort an sich kreuzenden großen Handelsrouten nachverfolgen. Schon in frühen Zeiten hat der sich kreuzende Verkehr der Stadt seine Entwicklung als Marktstadt angeregt. Es entwickelte sich von einem Markt zu einem Salzhandel und dann von einer Eisenbahnstadt zur heutigen Holz- und Collegestadt.

Pons Aeni

Ausschlaggebend für die Gründung von Rosenheim waren der Inn und das dazugehörige Inntal. Die Römer kamen im Jahre 15 v. Chr. Unter der Führung von Drusus und Tiberius an. Sie gründeten im Osten des Inn die Provinz Noricum und im Westen des Inn Rhaetia. Die Siedler bauten eine Straße durch den Brenner nach Castra Regina und eine Ost-West-Straße von Iuvavum nach Augusta Vindelicum. Die Kreuzung dieser beiden enorm wichtigen Handelsrouten wurde von einer Militärstation mit dem Namen "Pons Aeni" geschützt. Weniger häufig verwendete Begriffe waren "Ponte Aoni", "Ad enum" oder "Stationen Enensis". Die keltische Siedlung von Romano bestand seit ungefähr 500 Jahren unter diesem Namen. Pons befand sich zwischen Aeni Isinisca (Aying) und Bedaium, wie auf der römischen Straßenkarte Tabula Peutingeriana aus dem 4. Jahrhundert zu sehen ist. Der Name "Pons Aeni" ist noch in den Ortsnamen "Pfunzen" im Namen des Landkreises "Langenpfunzen" und "Leonhardspfunzen" zu erkennen.

Herkunft des Stadtnamens

Die Herkunft des Namens der Stadt ist nicht völlig klar. Das 1234 erstmals erwähnte Schloss Rosenheim liegt am östlichen Ufer des Inn, auf dem heutigen Burgberg, und überblickt eine neue Brücke über den Inn. Vielleicht stammt der Name vom Rosenheimer Rosenemblem des Wasserburger Grafensaals, der das Schloss errichtete. Eine andere Theorie besagt, dass der Name Ross ursprünglich von den Rössern stammt, die im Mittelalter zum Ziehen der Flussschiffe verwendet wurden und für die es in Rosenheim große Ställe gab. Noch heute gebräuchlich sind die Straßennamen Am Esbaum oder Am Roßacker mögliche Hinweise.

Eine andere Theorie besagt, dass es ein verwandtes Wort Roas, Roze oder Ried geben könnte, das früher Sumpf und Torfmoor bedeutete, das in der Umgebung von Rosenheim noch zu finden ist - offensichtlich auch unter dem Namen der Nachbarstadt Rosenheim Kolbermoor. Ein Beispiel für die alten Namen ist das nahe gelegene Dorf Riedering. Vielleicht leitet sich der Name auch von den Rosenheim-Vornamen Roso / Hrodo ab.

Das schönste Wort für Worttheorie ist, dass früher "Rose" ein schönes Mädchen bedeutete. Unter den Innschiffern war bekannt, dass es viele Schönheiten in dieser Stadt zu bewundern gab! Die Matrosen der Stadt kontrollierten gerne das, was "Heimat der Rose" genannt wurde - also Rosenheim.

Entwicklung von Rosenheim

Ungefähr zur Zeit der ersten Erwähnung des Schlosses Rosenheim im Jahre 1234 entwickelte sich am westlichen Ufer eine Siedlung von Schiffen. Das Gebiet um die Innbrücke war aufgrund von sumpfigem Boden in der Nähe der Mündung des Flusses Mangfall lange Zeit nicht erschlossen, sodass sich die Siedlung mehrere hundert Meter entfernt befand. Das Zentrum von Rosenheim liegt daher nicht direkt am Flussufer.

Markt Rosenheim

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Rosenheim

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