Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Regierungsbezirk Freiburg, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Kreis:
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Bevölkerung:
247 711

Über Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Breisgau-Hochschwarzwald (französisch: Arrondissement de Brisgau-Haute-Forêt-Noire) ist ein Landkreis im Südwesten von Baden-Württemberg. Innerhalb des Bezirks liegen 50 Städte und Gemeinden mit 133 Siedlungen. Der Bezirk selbst gehört zur Provinz Freiburg mit der Region Südlicher Oberrhein.

Die Gemeindebüros befinden sich in der Stadt Freiburg im Breisgau, die fast vollständig von Breisgau-Hochschwarzwald umgeben ist, aber unabhängig davon ist. Darüber hinaus hat der Rat drei Außenstellen in Müllheim, Titisee-Neustadt und Breisach am Rhein.

Erdkunde

Ort

Der Breisgau-Hochschwarzwald erstreckt sich über landschaftlich sehr unterschiedliche Gebiete: In der Oberrheinischen Tiefebene befinden sich das Markgräflerland und seine Ausläuferzone, die nördlich des Breisgaus mit den Hügeln des Kaiserstuhls, dem Tuniberg und dem Nimberg fortgesetzt wird.

Innerhalb des Bezirks erstreckt sich der Schwarzwald über die Seitentäler, die auf die Rheinebene münden - das Glottertal, das Tal des Dreisam, das Höllental und das Münstertal - den Hochschwarzwald mit seinem höchsten Gipfel, dem Feldberg (1493 m) bis zum Plateau von Baar.

Im Zentrum von Breisgau-Hochschwarzwald liegt das Gebiet der Stadt Freiburg, die fast vollständig vom Breisgau-Hochschwarzwald umgeben ist. Nur an der Nordseite gibt es eine drei Kilometer lange Grenze zur Gemeinde Vörstetten und zum Landkreis Emmendingen.

Nachbargemeinden

Die Nachbarbezirke sind Emmendingen, Schwarzwald-Baar, Waldshut, Lörrach und die französischen Departements Haut-Rhin und Bas-Rhin. Die kreisfreie Stadt Freiburg ist vom Bezirk umgeben. Der Bezirk ist nach dem historischen Breisgau und dem Hochschwarzwald benannt.

Klima

Das Klima in Breisgau-Hochschwarzwald ist sehr abwechslungsreich. Zwischen Ihremingen, dem Ort mit der höchsten jährlichen Durchschnittstemperatur in Deutschland, und dem Gipfel des Feldbergs liegen sowohl die wärmsten als auch die kältesten Orte in Baden-Württemberg im Breisgau-Hochschwarzwald. Klimatisch gesehen ist der Bezirk eine der wärmsten Regionen Deutschlands: Die mittlere Jahrestemperatur im Rheintal beträgt 11 ° C, der durchschnittliche Niederschlag liegt bei etwa 900 mm und die Jahreszeit beträgt rund 1.800 Stunden Sonnenschein jährlich. Die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur von 40,2 ° C (104,4 ° F) wurde am 13. August 2003 in der Gemeinde March aufgezeichnet. Der März teilt diesen Rekord mit Gärmersdorf Amberg, Freiburg und Karlsruhe.

Geschichte

Die Grafschaft Breisgau und Grafschaft Baar wurden im 8. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Landkreises gebildet. Beide Grafschaften gehörten zum Herzogtum Alemannia. Der östliche Teil, der Oberlauf der Donau und des Neckars, stand unter der karolingischen Herrschaft der Ahalolfinger. Nach dem Zerfall des Frankenreiches im Jahr 843 wurde das Gebiet Teil Ostfrankens und seit 920 Teil des Herzogtums Schwaben. Der Breisgau ging 1368 in die Hände des Hauses Habsburg (siehe Vorderösterreich). Die schwäbischen Fürstenberger Fürstenberger beherrschten die Baar, während das südlich von Freiburg gelegene Markgräflerland bei den Markgrafen von Baden endete. 1805/06 wurde die Region nach dem Ende der napoleonischen Kriege Teil des Großherzogtums Baden.

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wurde am 1. Januar 1973 im Rahmen der Landkreisreform Baden-Württembergs gegründet, hauptsächlich aus den ehemaligen Landkreisen Freiburg, Müllheim und Hochschwarzwald (mit Sitz in Neustadt im Schwarzwald). Darüber hinaus wurde die Gemeinde Unadingen aus dem Landkreis Donaueschingen eingemeindet. Andere Gemeinden wurden in die Stadt Freiburg integriert. Der südliche Teil des Landkreises Müllheim ging nach Lörrach und einige Gemeinden wurden vom alten Landkreis Hochschwarzwald nach Waldshut verlegt.

Später wurden weitere Gemeinden in die Stadt Freiburg eingemeindet: Munzingen am 1. Juli 1973, Hochdorf am 1. September 1973 und Ebnet und Kappel am 1. Juli 1974. Am 1. September 1973 wurde die zum Bezirk Waldshut gehörende Gemeinde Schönenbach wurde hinzugefügt. Am 1. Januar 1974 wurde Kiechlinsbergen an Emmendingen abgetreten. Am 1. April 1974 folgte Leiselheim. Am 18. März 1975 kam Grünwald aus dem Landkreis Waldshut hinzu (Umzug von Bonndorf im Schwarzwald nach Lenzkirch).

Die drei alten Bezirke wurden 1939 aus der gleichnamigen Amtbezirke gebildet, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet worden war, als eine große Anzahl von ihnen gebildet wurde, als das Gebiet zu Baden gehörte. Im Laufe der Geschichte wurden die Amtsbezirke mehrmals geändert, bis 1936 nur noch die von Freiburg, Müllheim, Neustadt im Schwarzwald und Staufen übrig blieben. Staufen war zwischen Freiburg und Müllheim aufgeteilt. Der 1939 gegründete Stadtteil Neustadt wurde 1956 in Hochschwarzwald umbenannt.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Breisgau-Hochschwarzwald

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