Landkreis Gotha

Thüringen, Deutschland

Land:
Staat:
Kreis:
Landkreis Gotha
Bevölkerung:
135 376

Über Landkreis Gotha

Gotha (deutsch: Landkreis Gotha) ist ein Kreis im westlichen Mittelthüringen. Nachbarbezirke sind Unstrut-Hainich, Sömmerda, die kreisfreie Stadt Erfurt, Ilm-Kreis, Schmalkalden-Meiningen und der Wartburgkreis.

Erdkunde

Gotha grenzt im Norden und Osten an das Thüringer Becken. Im nördlichen Teil des Bezirks liegt der Tiefpunkt bei etwa 200 Metern. Fahner Heights, ein Muschelkalkkamm mit einer Höhe von 413 Metern, liegt im äußersten Norden zwischen den Gemeinden Tonna und Bienstädt.

Das Land erhebt sich im Thüringer Wald, der den südwestlichen Bereich des Bezirks umfasst, auf etwa 900 Meter. Der Rennsteig-Wanderweg folgt einer Gratlinie durch den Wald. Der höchste Punkt im Bezirk ist der Große Inselsberg mit 916,5 m an der Grenze zu Schmalkalden-Meiningen. Im südlichen Teil des Landkreises gibt es auch drei Staudämme: den Ohra-Damm in der Nähe des Dorfes Luisenthal sowie den Tambach-Dietharz- und den Schmalwasser-Damm, beide im Einzugsgebiet des Apfelstädt, in der Nähe der Stadt Tambach-Dietharz.

An der südöstlichen Grenze des Landkreises, zwischen Ohrdruf und Mühlberg, liegt das Muschelkalk Ohrdrufer-Plateau, das durchschnittlich etwa 450 Meter hoch ist. Seit 1906 wurden 49,5 km² dieses Plateaus als militärisches Testgelände genutzt.

Neben den Gebieten des Thüringer Waldes und anderer kleiner bewaldeter Hügel wird der Bezirk größtenteils landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte

Administrative

1640 wurde Gotha vom sächsischen Herzogtum Sachsen-Weimar getrennt, um das Herzogtum Sachsen-Gotha im Heiligen Römischen Reich zu bilden. Saxe-Gotha wurde 1680 nach dem Erwerb von zusätzlichem Territorium von benachbarten Holländern in sieben Holländer aufgeteilt, wobei das Gothaer Territorium in Sachsen-Gotha-Altenburg weiter bestand. Die Herrscherfamilie des Herzogtums starb 1825 mit dem Tod Friedrichs IV. Aus, und das Gebiet wurde erneut aufgeteilt, diesmal in Sachsen-Hildburghausen und Sachsen-Coburg und Gotha. Mit der Aufhebung der deutschen Monarchie nach der Novemberrevolution wurde das Gebiet von Coburg mit Bayern verschmolzen, und Gotha wurde Teil Thüringens.

Der Weimarer Stadtteil Gotha wurde am 1. Oktober 1922 aus den größten Teilen der Städte und den umliegenden Bezirksämtern Gotha, Ohrdruf und Waltershausen gebildet. Die Stadt Gotha wurde zur Bezirkshauptstadt gemacht. Dieser verschmolzene Bezirk erstreckte sich nach Süden bis Oberhof.

Während des NS-Regimes endete die kommunale Selbstverwaltung 1933 abrupt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellten sowohl die US-amerikanische als auch die spätere sowjetische Militärregierung die Verwaltungsstrukturen aus der Weimarer Zeit wieder her, wobei 1946 einige kommunale Ergänzungen und Umzüge stattfanden. 1949 Gotha wurde in Ostdeutschland integriert und erfuhr 1950 und während der Verwaltungsreform von 1952 weitere territoriale Veränderungen.

Im Mai 1990 fanden in Thüringen die ersten freien Kommunalwahlen seit 1946 statt, und Thüringen wurde im Oktober desselben Jahres als freier Staat wiederhergestellt. Die Kommunalverwaltung wurde von Thüringen im Jahr 1993 in Form von Bezirksräten und Bezirksverwaltern offiziell die Macht erhalten. Die letzte Gebietsänderung für den Bezirk erfolgte 1994, als er mehrere Städte aus den umliegenden DDR-Bezirken gewann.

Population

Direktoren, Vorsitzende und Administratoren des Distrikts

Partnerschaften

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit dem Landkreis Main-Kinzig in Hessen.

Wappen

Städte und Gemeinden

Siehe auch

Sachsen-Gotha

Sachsen-Coburg-Gotha

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Gotha_%28district%29

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