Landkreis Sächsische Schweiz

Sachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Kreis:
Landkreis Sächsische Schweiz
Bevölkerung:
245 927

Über Landkreis Sächsische Schweiz

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist ein Landkreis in Sachsen, an dem sich das südliche von Dresden bis zur tschechischen Grenze erstreckt.

Geografie

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegt südlich der Landeshauptstadt Dresden. Angrenzende Gebiete sind der tschechische Ústecký kraj im Osten und Süden, der Landkreis Mittelsachsen im Westen, Dresden und der Landkreis Meißen im Norden sowie im Norden des Landkreises Bautzen. Das Kerngebiet des Kreises beinhaltet die namensgebenden Regionen Sächsische Schweiz und Osterzgebirge und dessen Vorland, im Nordosten auch die Ausläufer des Lausitzer Berglands. Mitten durch den Kreis fließt die Elbe. Die niedrigste Stelle des Kreises an der Grenze zu Dresden mit 109 m, die höchste Stelle ist mit 905 m der Kahleberg bei Zinnwald.

Der Westen des Landkreises befindet sich im Osterzgebirge und dessen Vorland, im Einzugsbereich der Roten und Wilden Weißeritz, die sich noch im Landkreis zur Weißeritz vereinen.

Aus den Rumpfflächen der Pultscholle ergibt sich die Landschaft neben den Tälern. Nach Süden, zum Kamm des Osterzgebirges nimmt die Höhenlage stetig zu. Landmarken bilden den Landberg bei Pohrsdorf, der Windberg in Freital, der Golberoder Zughübel mit dem Babisnauer Pappel, die Berge der Karsdorfer Verwerfung mit dem Wilisch, der Luchberg bei Luchau sowie der Geisingberg.

Bekannte Stehgewässer sind die touristisch genutzten Talsperre Malter sowie die zur Trinkwassergewinnung verwendeten Talsperren Lehnmühle und Klingenberg. Bei Lauenstein entstand bis 2006 das Rückhaltebecken Müglitztal. Bedeutende Waldgebiete im Westen des Tharandter Waldes, die Dippoldiswalder Heide und der Forstbezirk Bärenfels. Der geographische Mittelpunkt befindet sich im Tharandter Wald in der Nähe von Kurort Hartha.

Der Osten des Landkreises wird durch die Sächsische Schweiz mit dem Elbtal geprägt. Die Sächsische Schweiz geht weiter östlich in das Lausitzer Bergland und westlich ins Erzgebirge über. Markante Landmarken sind hier der Große Zschirnstein und der Große Winterberg.

Geschichte

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurde infolge der Kreisgebietsreform am 1. August 2008 durch Fusion der bei der Kreisreform 1994 entstandenen Landkreise Sächsische Schweiz und Weißeritzkreis gebildet. Der Name des neuen Landkreises war bei Regierung und Bevölkerung umstritten. Der seitens des Innenministeriums verwendete Name wurde von den Kreisräten mehrheitlich abgelehnt, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Als Sitz des Landratsamtes wurde Pirna bestimmt. Dippoldiswalde, die Kreisstadt des Weißeritzkreises, wurde Große Kreisstadt. Damit die Städte Pirna, Dippoldiswalde, Freital und Sebnitz den Sonderstatus Große Kreisstadt. In allen Großen Kreisstädten befinden sich Bürgerbüros des Landratsamtes.

Am 1. Januar 2011 in Altenberg die benachbarte Stadt Geising, mit 145,81 km² flächengrößte Gemeinde des Landkreises. Seit Januar 2009 wurde das Schloss Sonnenstein in Pirna denkmalgerecht saniert und zum Sitz des Landratsamtes umgebaut. Im Dezember 2011 wurden die Umbaumaßnahmen abgeschlossen, ab dem 19. Dezember 2011 befindet sich der Kreissitz auf dem Sonnenstein. Am 1. Januar 2012 wurde Porschdorf nach Bad Schandau und am 1. Oktober 2012 wurde die Gemeinde Kirnitzschtal nach Sebnitz eingegliedert. Die Verwaltungsgemeinschaft Sebnitz wurde damit aufgelöst. Eine weitere Gebietsänderung wurde zum 31. Dezember 2012 vollzogen, sie hielt die Neubildung der Gemeinde Klingenberg aus Höckendorf und Pretzschendorf. Aus diesem Anlass wurde auch die Verwaltungsgemeinschaft umbenannt. Am 1. Januar 2014 wurde die Gemeinde Schmiedeberg in die Stadt Dippoldiswalde eingemeindet.

Im Jahr 2015 wurde das Land durch fremdenfeindliche Proteste und Ausschreitungen unter anderem in Freital und Heidenau bundesweit in die Schlagzeilen. Die Einrichtung von neuen Asylbewerberheimen in den Gemeinden des Kreises ist der 2015 stark benachteiligten Flüchtlingszahlen.

Politik

Landrat und Kreistag

Bei der sächsischen Kommunalwahl am 8. Juni 2008 war Michael Geisler (CDU) im ersten Wahlgang mit 52,4% der Stimmen des neuen Landrats des Landkreises Sächsische Schweiz vertreten. 5]

Im Kreistag ist die CDU mit 37 Sitzen die deutlich stärkste Kraft vor der Linken mit 13 Sitzen.

CDU (37 Mitglieder), Die Linke (13 Mitglieder), SPD / Grüne (10 Mitglieder), FW (9 Mitglieder), AfD (8 Mitglieder), NPD (5 Mitglieder), FDP (4 Mitglieder).

Wappen

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_S%C3%A4chsische_Schweiz-Osterzgebirge

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