Stadtkreis Heilbronn

Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Kreis:
Stadtkreis Heilbronn
Bevölkerung:
117 531

Über Stadtkreis Heilbronn

Heilbronn (deutsche Aussprache: [ha Badenlˈbn] (listen)) ist eine Stadt im Norden Baden-Württembergs. Es ist vom Kreis Heilbronn umgeben und ist mit rund 123.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt des Bundesstaates.

Die Stadt am Neckar ist eine ehemalige kaiserliche Freistadt und Sitz des Kreises Heilbronn. Heilbronn ist auch das wirtschaftliche Zentrum der Region Heilbronn-Franken, die den größten Teil des nordöstlichen Baden-Württembergs umfasst. Darüber hinaus ist Heilbronn für seine Weinindustrie bekannt und wird nach Heinrich von Kleists Das Käthchen von Heilbronn Käthchenstadt genannt.

Erdkunde

Heilbronn liegt in der nördlichen Ecke des Neckarbeckens am Fuße des Wartbergs (308 m). Es nimmt beide Ufer des Neckars ein, und der höchste Punkt innerhalb der Stadtgrenzen ist der Schweinsberg mit einer Höhe von 372 Metern. Heilbronn grenzt an den Naturpark Schwäbisch-Frankenwald und ist von Weinbergen umgeben.

Heilbronn und seine Umgebung liegen im Norden des Großraums Stuttgart. Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum der Region Heilbronn-Franken und eine von vierzehn im baden-württembergischen Masterplan von 2002 genannten Städten. Sie dient auch Abstatt, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Eberstatt, Ellhofen, Eppingen, Flein, Gemmingen, Güglingen, Ilsfeld, Ittlingen, Kirchardt, Lauffen am Neckar, Lehrensteinsfeld, Leingarten, Löwenstein, Massenbachhausen, Neckarwestheim, Nordheim, Obersulm, Pfaffenhofen, Schwaigern, Siegelsbach, Talheim, Untergruppen, Weinsberg, Wadenberg und regionales wirtschaftszentrum.

Nachbargemeinden

Heilbronn grenzt an folgende Städte und Gemeinden, die alle zum Kreis Heilbronn gehören und hier im Uhrzeigersinn von Norden aufgeführt sind: Bad Wimpfen, Neckarsulm, Erlenbach, Weinsberg, Lehrensteinsfeld, Untergruppenbach, Flein, Talheim, Lauffen am Neckar, Nordheim, Leingarten, Schwaigern , Massenbachhausen und Bad Rappenau.

Stadtbezirke

Die Stadt ist in neun Bezirke unterteilt:

Geschichte

Bis 1200 n.Chr

Die ältesten Spuren von Menschen in und um Heilbronn reichen bis in die Altsteinzeit (30.000 v. Chr.) Zurück. Die fruchtbaren Neckar-Auen im Heilbronner Becken unterstützten die frühzeitige Besiedlung von Bauern und Viehzüchtern. Die Stadtgrenzen des heutigen Heilbronn enthalten viele Fundstücke aus der Bronzezeit. Später, aber noch vor AD, wurde hier bereits Salz aus Salzlake abgebaut.

Unter dem römischen Kaiser Domitian (81–96 n. Chr.) Drangen die Römer nach Osten vom Rhein weg und die Außengrenze des römischen Reiches wurde am Neckar-Odenwald-Limes festgelegt. Im heutigen Stadtteil Böckingen befand sich ein Schloss, in dessen Nähe zahlreiche römische Villen und Plantagen errichtet wurden. Um 150 n. Chr. Wurde der Neckar-Odenwald-Limes veraltet, als die Grenze des römischen Reiches etwa 30 km nach Osten verlegt wurde, wo er später mit dem Bau des obergermanischen Limes mit Brüstung und Gräben befestigt wurde.

Um 260 ergaben die Römer die Limetten, und die Alamannen wurden Herrscher des Neckarbeckens. Zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert wurde das Gebiet Teil des Frankenreichs und die erste Siedlung wurde in der Nähe des heutigen Stadtzentrums errichtet.

Heilbronn wird 741 in einer offiziellen Urkunde der Diözese Würzburg erstmals als Villa Helibrunna (zusammen mit einer Michaelsbasilica) erwähnt, und im Jahre 841 richtete König Ludwig der Deutsche hier zeitweilig Gericht. Der Name Heilbrunna weist auf einen Brunnen hin, der nicht weit von der Basilika entfernt ist. 1050 wird in den offiziellen Dokumenten eine bedeutende Ansiedlung von Juden verzeichnet, und der Kodex des Klosters in Hirsau dokumentierte das Recht von Heilbronn, Markttage und Münzprägeanstalten durchzuführen, wobei auch der Hafen und die Weinberge erwähnt wurden. Der Name der Stadt wurde in vielen Varianten zu einem weit verbreiteten jüdischen Familiennamen, siehe Heilprin und Halperin.

1200–1500

1225 wurde Heilbronn als Oppidum Heilecbrunnen in das Hohenstaufener Reich eingegliedert. Oppidum bedeutete eine Stadt, die durch Brüstungen und Gräben befestigt wurde. Später im 13. Jahrhundert erwarben die Deutschen Ritter ein großes Gebiet südlich von Heilbronn, das bis zur deutschen Mediatisierung im Jahre 1805 im Besitz dieses Ordens blieb. Ab 1268 errichtete der Orden den Deutschhof dort als eine seiner Residenzen. Das Kirchengebäude des Ordens, das sich auf dem Gelände befand, wurde mehrmals umgebaut und erweitert: Zuerst wurde es 1350 erweitert (gotisch), dann 1719 umgestaltet (Barock) und 1977 als Kathedrale geweiht.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Heilbronn

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