Sachsen-Anhalt

Deutschland

Land:
Staat:
Sachsen-Anhalt
Bevölkerung:
2 356 219

Über Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt (deutsch: Sachsen-Anhalt, [ˌzaksn̩ ˈʔanhalt], Beamter: Land Sachsen-Anhalt) ist ein Bundesstaat von Deutschland.

Sachsen-Anhalt erstreckt sich über eine Fläche von 20.447,7 km².

Mit einer Bevölkerung von 2,23 Millionen Einwohnern und 108,69 Einwohnern pro km2 ist Deutschland damit das flächenmäßig achtgrößte Bundesland und nach Einwohnerzahl das zehntgrößte. Die Hauptstadt ist Magdeburg und die größte Stadt ist Halle (Saale). Sachsen-Anhalt ist umgeben von den Bundesländern Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen.

Das Bundesland Sachsen-Anhalt entstand im Juli 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg, als die sowjetische Armeeverwaltung im alliierten besetzten Deutschland es aus der ehemaligen preußischen Provinz Sachsen und dem Freistaat Anhalt bildete. Sachsen-Anhalt wurde 1947 Teil der Deutschen Demokratischen Republik, wurde jedoch 1952 während der Verwaltungsreformen aufgelöst und sein Gebiet in die Bezirke Halle und Magdeburg aufgeteilt. Die Stadt Torgau wurde dem Stadtteil Leipzig angeschlossen. Sachsen-Anhalt wurde 1990 nach der Wiedervereinigung Deutschlands mit Ausnahme von Torgau neu gegründet und wurde eines der neuen Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland.

Erdkunde

Sachsen-Anhalt ist einer von 16 Bundesländern Deutschlands. Es liegt im Westen Ostdeutschlands. Es ist nach Größe das achtgrößte Bundesland in Deutschland und nach Bevölkerung das zehntgrößte.

Es grenzt an vier weitere Bundesländer: Niedersachsen im Nordwesten, Brandenburg im Nordosten, Sachsen im Südosten und Thüringen im Südwesten.

Im Norden wird die Landschaft von Sachsen-Anhalt von der flachen Weite der norddeutschen Tiefebene geprägt. In der dünn besiedelten Altmark liegen die alten Hansestädte Salzwedel, Gardelegen, Stendal und Tangermünde. Die Colbitz-Letzlinger Heide und der Drömling bei Wolfsburg markieren mit ihrer fruchtbaren, spärlich bewaldeten Magdeburger Börde den Übergang zwischen der Altmark und der Elbe-Börde-Heide. Bemerkenswerte Städte in der Magdeburger Börde sind Haldensleben, Oschersleben (Bode), Wanzleben, Schönebeck (Elbe), Aschersleben und die Hauptstadt Magdeburg, von der die Börde ihren Namen hat.

Der Harz liegt im Südwesten und umfasst den Nationalpark Harz, das Harzvorland und das Mansfelder Land. Der höchste Berg des Harzes (und Norddeutschlands) ist der Brocken mit einer Höhe von 1.141 Metern. In dieser Gegend befinden sich die Städte Halberstadt, Wernigerode, Thale, Eisleben und Quedlinburg.

Das Weinbaugebiet Saale-Unstrut und die Städte Zeitz, Naumburg (Saale), Weißenfels und Freyburg (Unstrut) liegen an den Flüssen Saale und Unstrut im Süden des Bundeslandes.

Die Metropolregion Halle (Saale) bildet mit dem sächsischen Leipzig einen Ballungsraum. Dieses Gebiet ist bekannt für seine hoch entwickelte chemische Industrie (Chemiedreieck) mit großen Produktionsanlagen in Leuna, Schkopau (Buna-Werke) und Bitterfeld. Im Osten liegen Dessau-Roßlau und Wittenberg (wie auch die Hauptstadt Magdeburg) in der Region Anhalt-Wittenberg an der Elbe.

Verwaltungsunterteilungen

Die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt ist Magdeburg. Es ist die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes, dicht nach Halle. Von 1994 bis 2003 war der Staat in drei Regierungsbezirke (Dessau, Halle und Magdeburg) und unterhalb der regionalen Ebene (Landkreise) aufgeteilt. Seit 2004 wurde dieses System jedoch durch elf ländliche Bezirke und drei städtische Bezirke ersetzt.

Die Grafschaften sind:

Altmarkkreis Salzwedel

Anhalt-Bitterfeld

Börde

Burgenlandkreis

Harz

Jerichower Land

Mansfeld-Südharz

Saalekreis

Salzlandkreis

Stendal

Wittenberg

Die unabhängigen Städte sind:

Dessau-Roßlau

Halle (Saale)

Magdeburg

Größten Städte

Die größten Städte in Sachsen-Anhalt laut einer Schätzung vom 31. Dezember 2017:

Halle ist die größte Stadt in Sachsen-Anhalt

Magdeburg mit seiner berühmten Kathedrale

Blick über Dessau

In der Altstadt von Wittenberg, ein UNESCO-Weltkulturerbe

Halberstadt mit seinen Kirchen

Merseburg mit Schloss und Dom

Schloss in Wernigerode

Geschichte

Im April 1945 übernahm die US-Armee den größten Teil des westlichen und nördlichen Gebiets des zukünftigen Sachsen-Anhalts. Der US Group Control Council, Deutschland (ein Vorläufer der OMGUS), ernannte die ersten Nicht-Nazi-Funktionäre in führenden Positionen in der Region. So wurde Erhard Hübener, von den Nationalsozialisten beurlaubt, wieder zu Landeshauptmann ernannt. Anfang Juli zog sich die US-Armee aus der ehemaligen preußischen Provinz Sachsen zurück, um der Roten Armee Platz zu machen, um sie als Teil der sowjetischen Besatzungszone zu übernehmen, wie dies im Londoner Protokoll von 1944 vereinbart wurde.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Saxony-Anhalt

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