Schleswig-Holstein

Deutschland

Land:
Staat:
Schleswig-Holstein
Bevölkerung:
2 832 027

Über Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein (deutsch: [ˈʃleːsv comprisingç mosthɔlʃtaɪn]) ist das nördlichste der 16 Bundesländer Deutschlands und umfasst den größten Teil des historischen Herzogtums Holstein und den südlichen Teil des ehemaligen Herzogtums Schleswig. Die Hauptstadt ist Kiel. Andere bemerkenswerte Städte sind Lübeck und Flensburg.

Die Region wird im Englischen auch als Sleswick-Holsatia bezeichnet und wird auf Dänisch Slesvig-Holsten genannt. Der niederdeutsche Name ist Sleswig-Holsteen und der nordfriesische Name ist Slaswik-Holstiinj. Historisch kann sich der Name auch auf eine größere Region beziehen, die sowohl das heutige Schleswig-Holstein als auch die ehemalige Region Südjütland (Nordschleswig; heute Teil der Region Süddänemark) in Dänemark umfasst.

Geschichte

Der Begriff "Holstein" stammt aus dem alten sächsischen Holseta-Land (Holz und Holt bedeuten in modernisiertem Standarddeutsch bzw. in literarischem Englisch). Ursprünglich bezog er sich auf die Mitte der drei sächsischen Stämme nördlich der Elbe: Tedmarsgoi (Dithmarschen), Holstein und Sturmarii (Stormarn). Das Gebiet der Holsts befand sich zwischen Stör und Hamburg. Nach der Christianisierung befand sich ihre Hauptkirche in Schenefeld. Das sächsische Holstein wurde nach dem sächsischen Feldzug Karls des Großen Ende des 8. Jahrhunderts ein Teil des Heiligen Römischen Reiches. Seit 811 war die Nordgrenze von Holstein (und damit das Imperium) von der Eider geprägt.

Der Begriff Schleswig kommt aus der Stadt Schleswig. Der Name leitet sich von der Schlei-Bucht im Osten und vik ab, was bedeutet, dass sie in Altnordisch oder Ansiedlung in Old Saxon bedeutet und sprachlich identisch mit dem Element "-wick" oder "-wich" in britischen Ortsnamen ist.

Das Herzogtum Schleswig oder Südjütland war ursprünglich ein fester Bestandteil Dänemarks, wurde aber im Mittelalter als Lehen unter dem Königreich Dänemark gegründet, wobei die Beziehung zur dänischen Krone ähnlich war wie zum Beispiel Brandenburg oder Bayern gegenüber Römisch-deutscher Kaiser. Um 1100 gab der Herzog von Sachsen den Grafen Adolf I. von Schauenburg als sein eigenes Land ab.

Herzogtümer im dänischen Reich

Schleswig und Holstein gehörten zu unterschiedlichen Zeiten ganz oder teilweise zu Dänemark oder Deutschland oder waren von beiden Nationen praktisch unabhängig. Die Ausnahme ist, dass Schleswig bis zum Zweiten Schleswig-Krieg im Jahre 1864 nie zu Deutschland gehörte. Der König von Dänemark war viele Jahrhunderte sowohl ein dänischer Herzog von Schleswig als auch ein deutscher Herzog von Holstein. Im Wesentlichen war Schleswig entweder in Dänemark integriert oder ein dänisches Lehen, und Holstein war ein deutscher Lehen und einst ein souveräner Staat. Beide wurden mehrere Jahrhunderte lang von den dänischen Königen regiert. 1721 wurde ganz Schleswig als einziges Herzogtum unter dem König von Dänemark vereint, und die Großmächte Europas bestätigten in einem internationalen Vertrag, dass alle künftigen Könige von Dänemark automatisch Herzöge von Schleswig werden sollten, und daher folgte Schleswig immer gleich Erbfolgeordnung als die im Königreich Dänemark gewählte. In der Kirche wurde nach der Reformation Deutsch im südlichen Teil von Schleswig und Dänisch im nördlichen Teil verwendet. Dies erwies sich später als entscheidend für die Gestaltung der nationalen Gefühle in der Bevölkerung sowie nach 1814, als die Schulpflicht eingeführt wurde. Die Verwaltung beider Herzogtümer erfolgte in deutscher Sprache, obwohl sie von Kopenhagen aus regiert wurden (ab 1523 vom deutschen Kanzleramt, das 1806 in Schleswig-Holstein-Kanzleramt umbenannt wurde).

Schleswig-Holstein-Frage

Das nationale Erwachen der Nation nach den Napoleonischen Kriegen führte zu einer starken Volksbewegung in Holstein und Südschleswig, die sich mit dem neuen preußisch dominierten Deutschland vereinigen sollte. Diese Entwicklung wurde von einem ebenso starken dänischen nationalen Erwachen in Dänemark und Nordschleswig begleitet. Diese Bewegung forderte die vollständige Wiedereingliederung von Schleswig in das Königreich Dänemark und forderte ein Ende der Diskriminierung der Dänen in Schleswig. Der daraus folgende Konflikt wird manchmal als Schleswig-Holstein-Frage bezeichnet. Im Jahr 1848 erklärte König Friedrich VII. Von Dänemark, dass er Dänemark eine liberale Verfassung gewähren würde. Das unmittelbare Ziel der dänischen Nationalbewegung bestand darin, sicherzustellen, dass diese Verfassung allen Dänen Rechte einräumt, dh nicht nur denen im Königreich Dänemark aber auch an in Schleswig lebende Dänen (und Deutsche). Darüber hinaus forderten sie Schutz für die dänische Sprache in Schleswig (die beherrschende Sprache in fast einem Viertel von Schleswig hatte sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts von Dänisch auf Deutsch geändert).

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Schleswig-Holstein

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